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SÜDAMERIKA 2010/11
Update 2017: Südamerika zu bereisen war schon immer ein Traum von uns. 2010 wurde er endlich war. Auf einer viermonatigen Tour haben wir vier Länder Südamerikas erkundet. Für diese Strecke haben wir nach verschiedenen Südamerika Rundreisen für diverse Tipps und Sehenswürdigkeiten recherchiert. Gerne möchten wir erneut eine solche Reise wie im Bettbus nach San Juan unternehmen. Was wir 2010 alles erlebt haben, erfahrt ihr in unserem Reisebericht:

CHILE ...
Los Andes: 05.11.10
Vom Flughafen in Santiago sind wir nach dem Zusammenbau der Fahrräder gleich durchgestartet und haben nach 60 Km und schweisstreibenden 38C in einem Militärhotel eine schöne Bleibe gefunden.

Bei der heutigen Besichtigung einer Unterkunft in Los Andes wurde Gabi von einem reudigen Bernhardiner angefallen und in den Arm gebissen. Wir haben dann ein anderes Hostel genommen.

ARGENTINIEN ...
San Rafael: 10.11.10
Bei schönstem Wetter starteten wir unsere Andenüberquerung. Nach 60 Km und 2300 Hm konnten wir bei einem Skihotel in warmer Abendsonne unser Zelt aufbauen, duschen und ein paar Bier trinken.

Am nächsten Morgen brachen wir bei leichtem Schneefall zum Passo Bermejo auf. Nach der Fahrt durch den Passtunnel mit einem Pickup waren wir in Argentinien.

Ein kalter Rückenwind schob uns durch eine fantastische, karge Landschaft bis zum Zeltplatz in Uspallata.

Am nächsten Morgen schneite es wieder und ein eisiger Wind blies uns entgegen. Nach nur 40 Km verkrochen wir uns in einer gemütlich warmen Blockhütte. Der Pass wurde inzwischen gesperrt.

Bis San Rafael waren es noch 250Km durch eine menschenleere Landschaft mit tollem Blick auf die verschneiten Andengipfel.



Buta Ranquil: 13.11.10
Seit einigen Tagen sind wir auf der Haupt-Nord-Süd-Straße, der berühmten Ruta 40 unterwegs. Mit knapp 5000 Km gilt sie als die längste Straße der Welt. Dennoch sind nur wenige Fahrzeuge unterwegs. Dank einiger freundlicher LKW-Fahrer kommen wir gut Richtung Süden voran und überbrücken so die öden oder ungeteerten Abschnitte.

Lonquimay: 17.11.10
Kein Wunder, dass die wüstenähnliche, endlos wirkende argentinische Pampa ein Bestandteil unseres Sprachgebrauches ist, denn die Weite, in der der Mensch winzig ist, ist beeindruckend. Gestern starteten wir die 2. Andenüberquerung im staubigen Las Lajas. Durch Europa verwöhnt, scheinen uns die doppelten Grenzposten und -formalitäten mit der regen Stempelei umständlich. Nach 60 km bergan waren wir am Paso Pino Hachado auf 1864 m und erblickten mehrere verschneite chilenische Vulkankegel.

CHILE ...
Curacautin: 19.11.10
Als Morgensport gab es steile, schottrige und geschobene 9 km bis ins Skigebiet des Vulkans Lonquimay. Ab dem Pass blies uns ein eisiger Wind entgegen. Doch wir strampelten bis ins Städtchen Curacautin, um uns vor dem angekündigten kalten Regen im angenehmen Ambiente zu verkriechen.

Valdivia: 25.11.10
Nachdem wir 3 Tage lang in Curacautin abwetterten und erfuhren, dass der Nationalpark Conguillo wegen Schnees gesperrt ist, haben wir die Pläne geändert. In den letzten 3 Tagen kreisten die Pedalen ordentlich (96, 100, 115 km) und nun sind wir in Valdivia am Pazifik. Einen grandiosen Empfang boten uns die Seelöwen auf den städtischen Holzpontons. Allein ihr Aroma sorgt für die Einhaltung eines Sicherheitsabstandes.

ARGENTINIEN ...
San Martin de Los Andes: 05.12.10
Obwohl uns die unzähligen herrenlosen Straßenhunde am liebsten adoptiert hätten, haben wir die chilenische Schweiz mit ihren großen Seen, grünen Wäldern und schneebedeckten Vulkanen hundelos verlassen. Der vergletscherte Vulkan Lanin ist der höchste Punkt Patagoniens und zeigte sich uns in ganzer Pracht bei unserer 3. Andenquerung. Gleich hinter dem Grenzpass Paso Mamuil Malal wurde die Landschaft wieder karg und endlos weit - aber auch endlich wieder wärmer. Es ist eben doch erst Frühjahr - dafür blühen überall Ginster und Lupinen.

Villa La Angostura: 08.12.10
Die Ruta Las 7 Lagos führt mitten durch die argentinische Schweiz in den nördlichen Teil Patagoniens. Am ersten Tag war es warm und sehr schön, wir campten am klaren Fluss.

Am nächsten Morgen sahen wir den Neuschnee knapp oberhalb unseres Zeltes. Eiskalter Regen und ein paar Sonnenstrahlen wechselten sich ab. Ein argentinischer Radler sagte achselzuckend, "so ist Patagonien". Wegen der schlechten Strasse und der tiefhängenden Wolken konnten wir die tolle Landschaft nur bedingt genießen.

Durchnässt und durchgefroren waren wir froh, hier eine warme Unterkunft und einen Supermarkt zu finden. Schnell wurde unsere Bleibe gemütlich mit aufgehängtem Zelt, Schlafsäcken und diversen Kleidungsstücken.



San Carlos de Bariloche: 11.12.10
Vor dem 48-stündigen Dauerschauer mit Regen und Schnee haben wir uns im Hostel verkrochen. Dadurch haben wir erst heute die 85 km bis Bariloche bewältigt - mit frischen Temperaturen, frisch verschneiten Bergen und Schaumkronen auf dem Lago Nahuel Huapi. Die alten Mapuche-Leute nannten den 100 km langen See "Puma-Insel". Erstmalig kamen wir bei einem warmshowers-Mitglied privat unter. Mit Julie hatten wir zwei fröhliche Abende und erfuhren viel über Land und Leute. Nach 2000 km auf dem Rad haben wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht.

San Juan: 14.12.10
Mit einem "Bettbus" sind wir ca. 1100 km nach Norden in die Stadt San Juan gefahren. Dieser Sprung bedeutet ebenso einen von 8 auf 40 Grad! Hier beginnt der zweite Teil unserer Reise in Richtung Bolivien und Peru, doch noch sind es weitere 2000 km zur Grenze.

Villa Union: 18.12.10
Ein heißer Wind hat uns in diese staubige Wüstenoase getrieben. Nach der langen Siesta erwacht der Ort ab 18.00 Uhr so langsam zum Leben. Die Geschäfte öffnen wieder und laute Musik erdröhnt. Knapp 50 Grad Mittagshitze kann wohl nur von einigen verrückten Radfahrern ertragen werden.

Chilecito: 20.12.10
Inmitten dieser trockenen Gebirgslandschaft mit riesigen Kakteen lag einst die größte Goldmine des Landes. Bis 1926 brachte eine 37Km lange Seilbahn das Erz aus 4300m Höhe ins Tal. Dieses technische Wunderwerk ist immer noch erhalten, so dass wir die unteren beiden Stationen staunend erforschen konnten. Glück auf!

Cafayate: 26.12.10
Um der Nachmittagshitze zu entgehen, starteten wir eine 120 km-Etappe im Vollmondlicht um 5 Uhr. Das hat sich bewährt. Auf Zimmersucher geht man am besten vor 12 oder nach 17 Uhr, da man sich keine Freunde macht, die Leute aus dem Siesta-Schlaf zu wecken. Heiligabend verbrachten wir im Städtchen Santa Maria, schauten einem Nachtlauf zu und bewohnten ein Zimmer in einem alten Haus mit Weinlaubeninnenhof. Gestern zelteten wir inmitten dorniger Büsche und Kakteen bei den Ruinen der Quilmes-Indios.

Salta: 29.12.10
Die 80 km lange Schlucht nach Salta beeindruckt mit farbenprächtigen, bizarren Bergen, Sittichschwärmen und Kakteen. Es blies uns ein "Heißluftföhn" entgegen.

In der einzigen Unterkunft in La Viña freuten wir uns, die Salz- und Dreckkrusten wegschrubben zu können, während der Wind noch den Staub durch die Straßen fegte.

Nur ein paar Reifenlängen weiter ist es grün und voller bunter Blüten und wir frösteln bei "NUR" 25 Grad.

Salta gegrüßt uns mit Regengüssen und aus der Straße werden immer wieder Furten. Reger Verkehr und Menschengewusel, sowie das gigantische Warenangebot statt Schrumpelgemüse, nächtlichem Hahnengeschrei und Hundegejaule, sind wir nicht mehr gewöhnt.



Salta: 02.01.11
Wir schreiben das Jahr 2011. Unendliche Weiten ... Mit einem ausgeliehenen, laut röhrendem Motorrad erkundeten wir drei Tage lang die Gebirgslandschaften rund um Salta. Unser nicht schlecht trainiertes Hinterteil musste neue Torturen des ewigen "Wellbleches" üeber sich ergehen lassen. In der staubigen Minenstadt San Antonio de los Cobres verbrachten wir Silvester mit einer argentinischen Familie auf 3900 m Höhe. In dieser Höhe klopften unser Herzen bereits bei geringsten Betätigungen. Die Einheimischen haben dagegen dicke Backen voller gekauter Cocablätter.

Gemeinsam wagten wir am Neujahrstag die Fahrt über Argentiniens höchsten Pass, den Abra El Acay auf 4.895 m, nach Cachi. Dieser Teil der Ruta 40 wird kaum noch befahren und unsere Fahrzeuge hatten mit der Höhe und der steinigen Piste schwer zu kämpfen. Was für ein abenteuerlicher Jahresbeginn! Auch in der Cuesta del Obispa konnten wir die Dimensionen der Landschaft nicht wirklich begreifen. Für die Condore, die wir hier sahen, ist diese grandiose Welt aus Hochebenen, Bergriesen und tiefen Schluchten ihr Lebensraum.



Jujuy: 05.01.11
Welch Höllenspektakel in Perico, dem Zielort der 4. Etappe der Rallye Dakar. Über 1000 Fahrzeuge; Geländewagen, Trucks, Motorräder und Quads, biwakierten neben unserem Zeltplatz. Die Rennfahrer warfen sich sogleich auf die Matte und die Mechaniker schraubten die ganze Nacht. Am nächsten Morgen wurden wir auf der Strecke von den Rallye-Fahrzeugen überholt. Die Menschen standen winkend am Straßenrand und jubelten auch uns zu, dem einzigen Radfahrer-Team.

Humahuaca: 08.01.11
Von Jujuy auf 1200 m ging es durch die 160 km lange Schlucht Quebrada de Humahuaca zum gleichnamigen Ort auf 3000 m. Bei bestem Rückenwind hatten wir viel Muße, die vielen Farben der Felsmassive zu bestaunen. Die ältesten sind 600 Millionen Jahre alt und dunkelviolett, die jüngeren leuchten in Rot- und Ockertönen. Die Orte sind bei jungen argentinischen Rucksackreisenden beliebt, die die ganze Nacht hindurch feiern. In der Nacht erlebten wir unser längstes Gewitter, das unser Zelt in einem Sumpf enden ließ.

Quiaca: 10.01.11
Am Schluchtende musste erst der 3800 m hohe Pass bezwungen werden - da schlug das Herz heftig - um auf die Hochebene "La Puna" auf 3500 m zu gelangen. Die Lamas setzen ihre arrogante Mine auf, wenn sie uns sehen. Im wohlklingenden Dorf Abra Pampa trockneten wir unsere Habe, nächtigten und radelten heute eben, jedoch mit kräftigem Gegenwind zum quirligen, staubigen Grenzort.

BOLIVIEN ...
Tupiza: 12.01.11
Zur Aus- und Einreise hieß es zweimal Schlange stehen. Anders als in den Reiseführern beschrieben, interessierte sich niemand für die Gelbfieberimpfungen. Um die Zölle zu umgehen, werden alle argentinischen Waren abgeladen, von Frauen und Männern über die schmale Grenzbrücke im Laufschritt gebuckelt, um sie dann auf bolivianische LKW zu wuchten, die sie ins Landesinnere bringen. Spät dran nahmen wir den örtlichen Bus und kamen in Tupiza zusammen mit traditionell gekleideten Frauen und diversen Kartoffelsäcken an.

Potosi: 17.01.11
Bis Uyuni saßen wir nochmal im Bus, freuten uns, diese unfreundliche Schotterstrecke gescheut zu haben.

Der weltgrößte Salzsee blendet wie Schnee. In Handarbeit wird Speisesalz gewonnen, daneben dient er als Straße.

Zwei Radel-Tage durch einsame Landschaften: steil, Schotter, schieben, 4200 m Pass, runter, Asphalt runter und rauf, steil, Schotter, schieben, 4500 m Pass, runter, Asphalt runter und rauf, u.s.w.

Da ging uns öfter mal die Puste aus.

In Potosi (4100 m) ist alles anders: laut und dreckig, statt der Sommermode tragen die vielen Menschen hier Winterkleidung, hupende, stinkende Autos in den engen Gassen der Altstadt. Außerhalb des Stadtkerns wird die Ausbeute der Minen verarbeitet, die ringherum betrieben werden.



Oruro: 22.01.11
Obwohl nach 4000-geradelten-Anden-KM recht gut an die Höhe gewohnt, brachten uns die 200 km von Potosi bis Challapata oft zum Schnappen nach Luft, leichten Schwindel und Schmerzen in den Ohren.

Es war ein ewiges Auf und Ab in Höhen zwischen 3000 m und 4500 m.

Auf einem der Pässe erwischte uns ein Gewitter und es kühlte auf 4 Grad ab. Vor dem Hagel schützten wir uns, indem wir uns unter die Plane an den Straßenrand kauerten. Im Regen mussten wir weiter. Vor lauter Zittern schlingerten die Räder.

Durchnässt und unterkühlt erreichten wir ein Lehmhüttendorf mit Krankenstation - erbaut mit EU-Geldern. Dort durften wir im Zahnziehzimmer (=leerer Raum mit Spüle ohne Wasser) übernachten.

Nur langsam wurde uns wieder warm, doch wir waren so froh über die trockene Bleibe. Gleich um 7 Uhr morgens starteten wir zu den nächsten Bergetappen. Auf Hochebenen grasen Lamas und rosa Flamingos stehen im Wasser.

Nach 114 km erreichten wir gerade rechtzeitig vor dem nächsten Gewitter das windige Städtchen Challapata, das sich auszeichnet durch Schrottautos, Kühe, Hunde und Müll in allen staubigen Straßen.

Dagegen waren die heutigen 121 km bis Oruro ein Klacks, denn auf 3600 m Basis ging es meistens schnurgerade dahin.





La Paz: 27.01.2011
Zusammen mit einem Japaner wohnen wir in einem Privathaus in La Paz, das Cristian gehört, einem bolvianischem Radler, der 11 Jahre lang in Hamburg lebte. In La Paz, das sich in einem Talkessel immer weiter nach oben ausdehnt, gibt es neue Dimensionen von Menschengewimmel, Verkehrsgewühle und Warenangebot; z.B. werden getrocknete Lamababies, Zaubermittel sowie Hightechprodukte nebeneinander angeboten.

Auf der "Todesstraße" sausten wir samt Guides und vier anderen Touris mit geliehenen Mountainbikes abwärts.

Gestartet wurde im Regen auf 4800 m. Dann wurde es immer wärmer, bis wir im Regenwald mit üppiger Vegetation und farbigen Schmetterlingen waren. Zur Erinnerung bekamen wir eine Foto-CD und etliche juckende Insektenstiche.



Copacabana: 01.02.11
Entlang am klarblauen Titicacasee, der auf 3800 m liegt und 13 mal größer ist als der Bodensee, hatten wir wunderschöne Ausblicke.

Überall werden Kartoffeln auf Terrassenfeldern angebaut. Die Feuchtgebiete sind Paradiese für viele Vögel, u.a. Flamingos.

Von hoch oben rollten wir hinab ins Städtchen Copacabana, pünktlich zum Mariae-Lichtmess-Fest.

Die Straßen wurden mit Blütenblättern bestreut, der Pater segnete Autos, dann folgten bunte und lautstarke Umzüge im monotonen Takt bis spät in die Nacht.

Dazu knallten Feuerwerkskörper und das Bier floss reichlich. Egal, wie heiß es hergeht, die Bolivianer lächeln selten.



PERU ...
Juli: 02.02.11
Gleich früh morgens querten wir ohne Warteschlangen die beiden Grenzposten. Am Seeufer radelten wir weiter durch Dörfer mit fröhlich winkenden Peruanern, die uns grinsend "Gringo" nachriefen. In Juli fanden wir eine gute Hospedaje und erledigten auf dem Markt unsere Besorgungen mit "frischen Soles".

Cusco: 05.02.11
Die Landschaft ist wolkenverhangen und immer öfter regnet es. So nahmen wir in Juliaca kurzentschlossen einen Bus nach Cusco, dem früheren Zentrum des riesigen Inka-Reiches. Es ist Nebensaison (Regenzeit) und deshalb angenehm ruhig.

Pisaq: 09.02.11
Bereits in Cusco und im heiligen Tal der Inkas konnten wir immer wieder gut erhaltenen Ruinen bestaunen. Von Pisaq aus folgten wir einem alten, steilen Inka-Pfad und erreichten hoch über dem Tal die alte Inka-Stadt von Pisaq. Selbst in steilstem Gelaende wurden Terrassen für Anbau von Getreide und Mais angelegt, Wasserkanäle und Gebäude gebaut.


Abancay: 13.02.11
Weitere Inkaruinen erkundeten wir in Ollantaybamba und Chinchero in sehr schönen Bergmassiven von üppig grün bis gletscherweiß. Statt wie so oft auf Hochebenen dahin zu radeln, haben wir nun enorme Höhenunterschiede zu überwinden. Mal eben 2000 m runter und wieder rauf sind in diesem Bereich der Anden die Regel. Da kam uns ein Kleinbus gerade recht, der uns für ein paar Euros über zwei Pässe beförderte und Muskeln sowie Bremsen schonte.

Nasca: 16.02.11
Was für eine Abfahrt! Was für ein Wechsel! Auf den letzten 450 Km haben wir die (westlichen) Anden erneut überquert, um an die Küste zu gelangen. Bananenplantagen und reißende Quellflüsse des Amazonas', einsame, kalte Hochebenen mit Regenschauern, ein Auf und Nieder von Pass zu Pass und dann die krönende Abfahrt von 4300m hinab in eine wasserlose Wüstenlandschaft auf 600 m - 100 Km nur bergab! Hier in Nasca wurden wir von einem heißen Sandsturm empfangen. Alles ist mit einer dicken Staubschicht bedeckt, aber es gibt wieder dickere Luft zum Atmen, Duschen und kaltes Bier!

Paracas: 22.02.11
Nach 5300 meist anstrengenden Km auf dem Rad haben wir das Meer südlich von Lima erreicht. Umgeben von riesigen Sandbergen erscheint auch dieser Ort wie eine Oase in der Wüste, doch leider sind auch hier Wasser und Strand voller Müll. Eine viermonatige spannende Reise durch Südamerika geht langsam zu Ende und wir freuen uns auf zu Hause.

Lima: 25.02.11
Ein Luxuxbus brachte uns in diese moderne Metropole, die nach Kairo die zweitgrößte Wüstenstadt ist. Im Viertel Miraflores sind wir in der Calle Berlin gut aufgehoben und Meer, Restaurants und riesige Einkaufszentren sind in der Nähe. Welch ein Gegensatz zu dem Südamerika, das wir in den letzten Wochen kennenlernten. Auch hier fühlen wir uns sehr sicher. Keine Frage: wir kommen gerne wieder!