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ZYPERN
Lemosos, 6.11.13
Hier auf Zypern kann man es im November gut aushalten. Sommerliche Temperaturen und die mediterane Gebirgslandschaft laden zum Wandern und Zelten ein. Nur mit dem Ausschlafen klappt es nicht. Schon beim ersten Morgengrauen wird überall wild rum geballert, dabei haben wir noch gar keine "Moorhühner" gesehen.

Pissouri, 10.11.13
Uns gefällt es ausgesprochen gut hier. Die Insel ist von erstaunlich vielen Straßen und Forstwegen durchzogen, der (Links-)verkehr jedoch sehr gering. Unser kleiner Leihwagen erweist sich dabei auch im Grenzbereich als robust und sehr geländegängig. Heute waren wir das erste mal baden. Das Wasser ist klar und selbst im November mit 22C angenehm warm.

Pano Lefkara, 16.11.13
Die Akamas Halbinsel ist fast unbewohnt. Nur Jäger mit ihren Hunden, Ziegen auf Futtersuche und wir streunen auf den Schotterpisten herum. Bei Polis folgten wir Aphrodites Spuren, vom mystischen Bad bis hinauf zu ihrer Aussichtsterrasse auf klare. türkisfarbene Buchten. Entlang der "Greenline" schlängelt sich die gut ausgebaute Straße den Berghängen entlang ostwärts. Außer einigen Militärposten gibt es kilometerlang kein Haus auf dieser Seite, nur die Blicke auf kleine Dörfer in Nordzypern. Wir sind froh, als wir endlich eine Tankstelle finden, doch, wie es sich herausstellt, hat sich Reserveleuchte wohl eine Scherz mit uns erlaubt - vielleicht als Ausgleich für unsere teils haarsträubende Routenwahl. Die gröbsten Spuren der Pisten beseitigten wir mit ein paar Eimern Wasser. Hier in Pano Levkara schließt sich der Kreis und Morgen früh müssen wir den kleinen Hüpfer abgeben. Mit Bussen wollen wir in die geteilte Hauptstadt.

Nikosia, 18.11.13
Die geteilte Stadt ist wie einst Berlin von der Grenze zwischen griechischem und türkischem Teil durchzogen. Es gibt eine mit Sandsäcken und Stacheldraht gesicherte und von UN-Soldaten kontrollierte Pufferzone mit einigen Checkpoints für den Grenzübertritt. Das ganz wirkt bedrückend und so unsinnig, aber so dumm sind wir Menschen nun mal immer wieder. Mit unserem Mietauto dürfen wir nicht nach Nordzypern. So haben wir wieder unsere Rucksäcke gepackt und marschieren zu Fuß über die Grenze, um dort ein frisches Auto anzumieten.

Girne, 24.11.13
Auch der türkische Teil Zyperns ist landschaftlich sehr schön. Aber was wir hier an den schönsten Stränden, Picknick- und Aussichtsplätzen an rücksichtsloser Vermüllung erlebten, wird uns sicherlich kein zweites Mal hierherführen. So viel Dreck und Abfall haben wir zumindestens in Europa noch nicht gesehen, nicht einmal in Griechenland und das will schon etwas heißen! Die meisten Einheimischen stört es dagegen überhaupt nicht; nicht einmal der negative Einfluss auf den so dringend benötigten Tourismus scheint jemanden ernsthaft zu interressieren. Das sei eben "türkischer Livestyle", wird uns erzählt. Amüsant fanden wir, dass sich selbst die Hunde bestens damit arrangieren. Wir verlassen heute Nordzypern und fahren mit dem Bus zurück in den Südteil.

Agia Napa: 29.11.13
Im Sommer ist dieser Badeort überfüllt mit Familien und trinkfreudigen Jugendlichen, vorwiegend aus Russland. Jetzt im Winter sind es Rentner aus England und Skandinavien, die hier den ganzen Winter verbringen, um Kälte, Dunkelheit und Depressionen zu entfliehen. So gehören wir mit vier Wochen Zypern zu den Kurzurlaubern. Denn heute verlassen wir Zypern und nehmen Abschied von unseren fünf Pflegekatzen, mit denen wir die letzten Tage um die Nutzungsrechte unserer Terrassenstühle gestritten haben. Katzen gibt es nämlich noch mehr auf Zypern als aufgegebene Bauruinen. Von 22C Wassertemperatur im klaren Meer zurück ins kalte, verschneite Deutschland - wir freuen uns dennoch drauf ...













FRANKREICH-SPANIEN
Die: 22.05.07
Schon bei den ersten Radtouren durch die Berglandschaft der Provence war uns gleich wieder bewusst, warum wir so gerne in Südfrankreich "leben": die roten Mohnfelder im Kontrast zu gelbem Raps, die alten Dörfer mit ihrem ruhigen Charme, fantastische Übernachtungsplätze vor grandioser Kullisse in gering besiedelter, wunderschöner Landschaft! Und die überaus freundlichen Franzosen sind ebenso naturbegeistert wie wir. Camping ist Volkssport und überall wird geradelt, geklettert und Picnic gemacht. Was uns jedoch am meisten freut ist, dass Frankreich inzwischen sehr aufgeräumt ist und nicht mehr der ganze Müll in der Gegend rumliegt wie noch vor Jahren.

Narbonne: 01.06.07
Den Geiern und Murmeltieren im Nationalpark Vercors haben wir adieu gesagt, um uns auf der westlichen Rhone-Seite mit der Allgäuer Familie Wilhelm am Chassesac in den Cevennen zu treffen. Die Wanderung durch die Beaume-Schlucht und die "Teilnahme" an der Kirschernte waren besondere Leckerbissen. Heute sind wir in Narbonne, haben die Cathedrale aus dem 13. Jahrhundert bestaunt und uns am Mittelmeer den Wind kräftig um die Nase wehen lassen.

Lleida: 04.06.07
Über Pergpignan ging´s über die Grenze nach Spanien an die Costa Brava. Deren felsige Küste ist zwar wunderschön, doch bereits ziemlich verbaut und die Bauwut hält an. Außerhalb Barcelonas parkten wir und radelten auf der kilometerlangen Strandpromenade ins Zentrum. An diesem sonnigen Sonntag waren überall Leute unterwegs - wenige badeten, viele schlenderten umher oder stellten sich in die Schlange, um den Zoo zu besuchen. Diverse beeindruckende alte und neue Bauwerke haben wir gesehen. Raus aus dem Trubel übernachteten wir am Felsmassiv des Klosters Montserrat, das wir heute während einer Wanderung aus der Nähe erkundeten.

Soria: 07.06.07
Auf der nagelneuen Straße durch menschenleeres, staubtrockenes Ödland nach Zaragoza fuhren Hunderte LKW, während die ebenfalls neue, mit EU-Mitteln gebaute Autobahn nebenan, wegen der Maut fast unbenutzt blieb. In den wenigen kleinen Städten nisten die Störche auf den Dächern der vielen Kirchen. Ein kurzer Abstecher führte uns in einen kleinen Nationalpark, der mit seinem bewaldeten Bergmassiv wie eine grüne Oase wirkte.

Ribadesella: 12.06.07
Dieser nette Ort liegt am Atlantik. Wir hatten Lust auf einen kleinen Abstecher ans Meer. In den letzten Tagen haben wir drei tolle Nationalparks besucht. Im Parque Nacional de Rio Lobos konnten wir entlang eines kleinen Baches durch die 15 km lange Schlucht mit ihren bizarren Felswänden radeln. In dieser Idylle gibt es nur eine kleine Einsiedelei und Geier. Burgos liegt auf dem berühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostella. Die riesige Kathedrale und schöne Straßen und Plätze gefielen nicht nur den vielen Pilgern und Touristen. Durch eine Landschaft mit Hochebenen, wilden Schluchten und Höhlen, vereinzelten Dörfern fuhren wir zu unserem südwestlichstem Reiseziel, den "Picos de Europa". In diesen einzigartigen Nationalpark mit seinen steilen und zerklüfteten Gebirgsmassiven führen nur einige kleine, abenteuerliche Straßen und Wege. Ideal für uns zum Radfahren und zum Wandern.

Bilbao: 18.06.07
War das eine Nacht! Am Rande eines kleinen Eukalyptuswaldes haben wir neben einem Feldweg einen tollen Stellplatz mit Meerblick gefunden. Beim Abendessen und anschließendem Schachspiel wurden wir von den Mücken ausgesaugt, bis wir ins Auto flohen. Von den Juckreizen abgesehen, war es zunächst eine ruhige Nacht. Doch dann kam plötzlich - in der ersten Morgendämmerung - ein Auto und hielt direkt neben uns. Was wollen die bloß hier von uns? Es war nur eine Polizeistreife, die auch gleich weiter fuhr.

Jaca: 25.06.07
Die Stadt San Sebastian mit ihren ehrwürdigen Gebäuden und schönen Stränden hat uns besonders gefallen. Nach dem allerorts üblichen architektonischen Verfehlungen erscheinen die baskischen Orte hüben und drüben geradezu schnuckelig. Den Atlantiksand noch zwischen den Zehen machten wir uns auf die Socken, den Hauptkamm der Pireneos genauer zu untersuchen (wegen des Wetters von Spanien aus). Bereits hoch hinaus gelangt, dabei mindestens 100 verschiedene Wildblumen bestaunend, wurden wir jäh ausgebremst durch steile Altschneefelder und Sicht raubende Wolkenschwaden. Im trockenen warmen Jaca genießen wir die Annehmlichkeiten einer Stadt und sind plötzlich umzingelt von Wanderern und Reiseradlern. Warum? Auch Jaca liegt auf der Route nach Santiago de Compostella.

Arreau: 6.07.07
Zurück in Frankreich erwartete uns Kühlschrankwetter - kalt und trocken. Bei Accous erkundeten wir einige Seitentäler mit den Rädern. Dann ging's zur Pilgerstätte Lourdes. Wirklich beeindruckend in ihrer Größe und den vielen, vielen gläubigen Menschen aus diversen Ländern. Doch die Höhepunkte waren zwei Wanderungen: Den höchsten Punkt erreichten wir auf 2300m bei der Umrundung des Pic du Midi d'Ossaeu. Vor der Regenfront flüchteten wir kurz auf die spanische Sonnenseite ins Vallee de Pineta. Unser Eindruck: In Spanien lacht die Sonne öfter, in Frankreich die Leute. Das macht uns zu Grenzkammhüpfern. An den Wiesenhängen des idyllischen Val Louron war es endlich soweit: unsere ersten Gleitschirmflüge auf dieser Reise - Auge in Auge mit den Geiern in der Thermik, ein besonderes Erlebnis.

Barcelonette: 13.07.07
Den Duft nach Lavendel und Majoran noch in der Nase, kamen wir nach Digne und staunten nicht schlecht über eine Felsplatte voller versteinerter Ammoniten in Tellergröße. Von Barcelonette aus im Ubayetal aus radelten wir eine beeindruckende Runde in den Haute Alpes. Nach 40 km und 1700 Höhenmetern landeten wir auf dem höchsten Straßenpass Europas auf 2800m.

St. Jean au Maurienne: 18.07.07
Bevor der Col du Lautaret wegen der Tour de France gesperrt wurde, sind wir schnell drüber gehuscht. Bei La Grave wanderten wir auf blühenden Almwiesen (sogar mit Edelweiß) zu den klaren Bergseen, die hervorragend zum Füßekühlen geeignet sind. Unsere Blicke richteten wir immer wieder auf die Gletscher des Nationalparks des Ecrins. Bei Bourg d'Oisan war das Rennradfieber ausgebrochen, während die Profis einen Tag ruhten. Wir mischten ein wenig mit und trafen Bikefans mit ihren Flaggen aus aller Welt. Auf das heutige tatsächliche Tourgetümmel hatten wir keine Lust und genossen die nun fast leeren Strassen.

Chamonix: 26.07.07
Im Nationalpark Vanoise sahen wir den nächsten dicken Gletscher mit dem lustigen Namen La Grande Motte. Bei dieser Runde auf Blumenteppichen überquerten wir zwei Pässe auf über 2600m Höhe. Im Großraum des Mont Blanc Massivs lud der Stausee Roseland zum Verweilen. Abends bildete sich nach dem Regenguss ein perfekter Regenbogen und erst zum Frühstück strahlte der Mont Blanc wolkenlos in der Morgensonne. Die Landschaft Beaufortain spornte uns gleich zu einer Radtour an und wir passierten den leuchtenden Lac Les Fees. Dem folgenden trüben Wetter fuhren wir davon und machten erst im Großen Walsertal Halt, um die Wandervorbereitungen für den geplanten Gruppenausflug zu treffen. Das lauernde Gewitter wollten wir lieber nicht abwarten und eilten ins schöne Allgäu zurück, wo wir uns an der geräumigen, trockenen Wohnung mit fließendem Wasser so richtig erfreuten.























GRIECHENLAND
Griechenland ist ein beliebtes Urlaubsziel, hat es doch für jeden Geschmack etwas zu bieten. Man kann dort am Strand entspannen, in Höhlen tauchen, Wandern und natürlich Kultur genießen. Die griechische Kultur ist nicht nur eine der ältesten, sondern mit Sicherheit auch eine der bedeutendsten Kulturen und wartet mit Sehenswürdigkeiten wie der Akropolis oder den Ruinen von Delphi auf. Souvlaki, Gyros, Tsatsiki, Saganaki und gefüllte Weinblätter sind nur einige der Spezialitäten der griechischen Küche, nicht zu vergessen griechischer Wein und Ouzo. Die Menschen in Griechenland sind meist freundlich und gelassen und sprechen häufig Englisch und sogar Deutsch. Viele Touristen reisen gern nach Griechenland, denn zum Beispiel TUI Fly hat oft billige Flüge nach Kreta, Korfu oder Rhodos im Angebot. Eine Anreise per Fähre ist aber auch möglich.

Preveza: 29.04.05

Weil es in Italien recht frisch war (incl. nächtl. Schneefall), sind wir zügig bis Brindisi ganz im Süden gehuscht. Nur ein Abstecher zum Sporn und in die Stadt Manfredonia musste sein. Am MI-Abend schlürften wir Sekt auf griechischem Boden. Sonne und blauestes Meer luden ein zur 1. Seekajakrunde und einen kleinen Gleitschirmflug.

Loutraki/Korinth: 11.05.05
Mancher Flugtraum wurde vom Winde verweht. Es stürmte so stark, dass wir im Auto liegend fast seekrank wurden und wir unseren hoch gelegenen Platz um 2 Uhr nachts fluchtartig verließen. Einen Traumflug hatten wir dann doch noch von 1400m Höhe zum Strand von Porto Germeno (Foto Feierabend). Heute haben wir per Rad den beeindruckenden Kanal von Korinth erkundet und erstmalig den Peleponnes betreten.

Kalamata: 24.05.05
Im Norden des Peleponnes wanderten wir durch eine Schlucht bis ans Meer. Der Weg ist der Schienenstrang des Bähnleins, das seit 1890 in Betrieb ist. Ausweichen muss der Wanderer. Im Inland bei Dimitsana entdeckten wir zu Fuß unsere ersten Klöster, die an der Felswand kleben. Zurück am Meer und rein ins Kajak bei Pylos. Beim Umrunden des westl. "Fingers" besuchten wir hübsche Hafenorte und ihre Festungen.

Argos: 3.06.05
Die 3 Peleponnesfinger liegen jetzt hinter uns. Interessant ist, dass sich Baustil und Begrünung stark unterscheiden - aber überall ist es sehr bergig und türkiswasserblau. Es gibt viele viele Ziegen, von denen jede anders aussieht. Kulturell war der alte Ort Monemvassia besonders schön neben anderen Burgen und Festungen unterwegs. Erstaunt sind wir von den zahlreichen Klöstern in atemberaubenden Lagen.

Loutraki/Korinth: 15.06.05
Wieder in Korinth; d.h. die Peleponnes-Runde schließen wir heute ab. Unser Auto Horst und die Bikes strotzen vor Staub, das Kajak Kathi ist Salz verkrustet. Wir sind gesund, gut drauf und braun geröstet. Das Meer hat endlich "unsere" Temperatur und beim Schnorcheln sehen wir viele kleine Fische - die dicken landeten wohl längst auf Tellern. Gestern Abend haben wir mit Elsbeth und Karl aus Blaichach einen Ouzo auf der Insel Poros geschlürft.

Thessaloniki: 28.06.05
In Marathon besuchten wir Tante Helga und Onkel Dieter in ihrem Hotel. Danach genossen wir die ruhige und bewaldete Insel Euboia mit ihren Kies- und Felsbuchten. Mit dem Rad ging es dann zu den Meteoraklöstern, die uns sehr beeindrucken. Das Olympmassiv zeigte sich zuerst von seiner kargen und trockenen Seite. Beim Morgenflug fühlten wir uns den alten Göttern ganz nahe. "Um die Ecke" ist plötzlich alles grün und alpin. Von Lithochoro aus haben wir Zeus und seine Kollegen besucht und 2 der 10 Olympgipfel erklommen (in 9 Std. 1800m rauf und runter). Der Höchste ist 2919m. Entsprechend muskelverkatert wanken wir heute steifbeinig durch Thessaloniki.

Bohinjska Jezero: 11.07.05

Dobre dan. Ach, wären wir doch in Griechenland geblieben...Nun tragen wir wieder Socken und einen dicken Faserpelz, denn das üppig angelegte Tief hat uns in seinen Klauen. Die Fahrt durch die 4 Länder Ex-Jugoslawiens war spannend aber dennoch unspektakulär. Mit unserem Duokajak konnten wir kenterfrei eine erste Wildwassertour in kristallklarem Wasser unternehmen. Wunderschöne Start- und Landewiesen laden zum Fliegen ein. Ab morgen soll es wieder möglich sein.

Bovec: 16.07.05
Endlich wieder Traumwetter und dazu noch eine Traumlandschaft! Die türkisgrüne Soca haben wir erst beim Fliegen aus 2100m Höhe und dann beim Paddeln genießen können. So viel Flusswasser sind wir nach dem trockenen Griechenland gar nicht mehr gewohnt.













FRANKREICH-SPANIEN
Aix en Provence: 1.05.04
Die Schneestürme in den Alpen haben uns bis in die Provence getrieben, wo wir jetzt nördlich von Marseille den Frühling genießen. Leicht angetrunken kommen wir gerade vom Festempfang zum 1. Mai. In unseren Radelklamotten haben wir einen farbenfrohen Kontrast zu den anderen schwarz gekleideten, aber freundlichen Gästen gebildet.

Olot: 8.05.04
Viva Espania! Die Hoffnung auf mehr Wärme hat sich auch hier schnell erledigt. Es ist überall landschaftlich sehr reizvoll, aber bei 4 Grad und Regen/Schnee bleiben die Bikes lieber im warmen Auto.

Alt Urgell: 13.05.04
Gestern durchquerten wir die Oase Andorra mit ihren Bank- und Einkaufspalästen. Diesel kostet da nur 59 Cent!

Ordesa Parque Nacional: 27.05.04
Die Western-Filmkulisse hat spektakuläre Wanderwege (wir haben eine 10stündige Erkundungstour hinter uns und sind schlapp und schleppend am Auto angekommen), Wiesen voller wilder Narzissen- und Enzianblüten, kreisenden Geiern und statt Indianern gibt es viele Parkwächter. Für uns sind die französischen Geschäftszeiten schon ungewöhnlich, jedoch in Spanien öffnen die Läden erst um 10 Uhr und schließen dann von 12-17 Uhr wegen Siesta. Die Wein- und Käsesorten haben wir noch lange nicht durchprobiert, obwohl wir uns große Mühe geben.

Jaca: 1.06.04
Wir waren ein paar Tage zum Radeln und Fliegen bei den französischen Basken mit ihrem Schafskäse-Direktverkauf (hier und im spanischen Baskengebiet ist die bekannte schwarze Mütze DIE Kopfbedeckung für Männer) und sind wetterbedingt wieder auf die Südseite gependelt. Es gibt nur noch wenige Pyrenäen-Pässe, die wir ausgelassen haben.

Vielha: 9.06.04
Bei dem warmen Sommerwetter zog es uns hoch hinauf in den Schnee. Die Füße und Schuhe waren schnell wieder trocken. Einige der berühmten Radltour-Cols ließen die Beine und den Flüssigkeitsbedarf anschwellen. Die Geier können es einfach VIEL besser.

Murat: 21.06.04
Die Pyrenäen und Spanien liegen weit hinter uns. Per Fahrrad haben wir die Flusstäler Lot und Dordogne erkundet und schöne mittelalterliche Städte und Dörfer wie Carcassone und Albi angesehen. Die Auvergne mit ihren ca. 60 längst erloschenen Vulkanen ist wieder gebirgiger mit den höchsten Gipfeln um 1800 m.

Florac: 3.07.04
Für das Treffen mit den Allgäuern Maria und Uwe sind wir sehr gern nochmal in das Gebiet Ardeche/Chassesac gekommen. Dank der Ortskenntnisse der beiden in den Cevennen haben wir eine Flussbettkletterei unternommen und eine Höhlenkriecherei. Heute beginnt "die Tour" und wir verfolgen den Streckenverlauf, um DABEI zu sein.

Guillaume: 10.07.04
Am Tarn haben wir die sogenannten "Causses" (Hochebenen) erradelt. Der nächste Fluss hatte noch mehr zu bieten. In 6 Std. wanderten wir durch die Verdonschlucht, mussten dabei eine gut 200m hohe Leiter absteigen, uns durch Tunnel tasten und an Felsbändern lang hangeln. Jetzt sind wir am Var, der sich ebenfalls tief eingefressen hat, diesmal in blutwurstrotes Gestein.

Barcelonette: 17.07.04
Im Nationalpark Mercantour waren wir wandern und erreichten Höhen von 2600m mit Schneeschauern. Von Tende aus haben wir ein "Expeditionsziel" bewältigt, indem wir ein Stück (100km) der ligurischen Grenzkamm-Straße auf schottriger früherer Militärstrasse mit zerfallenden Forts radelten. Sehr spektakulär war auch der "Col de la Bonette" mit 2864m der höchste Straßenpass der Alpen.

Grenoble: 23.07.04
Das Tal der Ubaye erkundeten wir mit Radl und Kletterzeug. Am Col du Lauteret zeigten sich die Gletscher des Parque Nacional de Ecrin in voller Pracht. Sogar den höchsten, den Ecrin mit 4102m konnten wir bestaunen. Dann haben wir uns mal so richtig ins Getümmel begeben und zusammen mit 1 Millionen Begeisterten der Tour de France die Einzelfahr-Etappe von Bourg d'Oisan zur Alpe d'Huez verfolgt. Die Vielfalt der Übernachtungspraktiken der Fans war besonders beeindruckend. Fernab vom Rummel wanderten wir am Tag darauf, während die Profis schon wieder und immer noch im Sattel saßen.

Val Cenis/Vanoise: 27.07.04
Das ehemalige Fort Malamat auf 2900m Höhe an der Grenze zu Italien weit über dem türkisfarbenen Stausee besuchten wir per Rad auf altem Schotterweg. Die Aussichten auf die Gletscher sind grandios. Da Sonntag war und sich hier Wander- und Picniclustige aus 2 Ländern begegnen, war etliches geboten. Heute war schnödes Waschen angesagt, wobei das Faulsein nicht zu kurz kam.

Cesane (Italien): 29.07.04
Schwupp, ein Pass und wir sind auf Besuch in Italien. Bei bestem Wetter und Sicht in 2 Täler radelten wir 38km auf einem Bergkamm auf 2200-2600m. Zuletzt wurden wir mit einer nicht enden wollenden Abfahrt belohnt (na ja, rauf waren es auch 22km. Heute haben wir uns Ruhe verordnet.

Albertville: 06.08.04
Vom Mont Chaberton (3102m) mit seinem gewaltigen Gipfelfort sahen wir in der Ferne ein riesiges, weißes Gebirgsmassiv, den Mont Blanc (4810m). Seiner magischen Anziehungskraft folgend, machten wir uns auf den Weg, ihn in 3 Tagen zu umradeln. Die vielen hohen Pässe auf der 210km langen Strecke kosteten zwar viel Schweiß, brachten aber auch fantastische Ausblicke auf die zahlreichen mächtigen Gletscher. Auf dem Col Grand Ferret (2513m) gerieten wir dann in ein kühlendes Gewitter und waren froh, nahe der italienisch - schweizerischen Grenze ein Refugio für die Nacht zu finden.