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AUSTRALIEN 2016/17...
Perth: 11.11.16
Fast 48 Stunden waren wir unterwegs, doch mittlerweile sind die Reisestrapazen schon wieder vergessen.

Denn wir sind wieder in Australien, für drei Monate und erstmals im Westen dieses riesigen Kontinents.

Gleich am Flughafen von Perth übernahmen wir unser Mietauto, um dann Ausrüstung und Lebensmittel einzukaufen.

Perth bietet nicht nur eine imposante Skyline, sondern auch schöne Strände und Parks. Im Kingspark sahen wir bereits die ersten schwarzen Kakadus und Kängeruhs, doch nun sind wir etwas außerhalb dieser Millionen-Metropole im Beelu-Nationalpark von Wildlife umzingelt.

So mussten wir das Frühstück mit einem hungrigen Halsbandsittich teilen.


Tom Price: 16.11.16
1200km führte uns der Great Northern Highway Richtung Norden.

Zuerst sahen  wir noch endlose Weizenfelder und abgelegene Farmen, doch bald gab es nur noch Savanne und immer wieder Abzweigungen zu weit entfernten Erzminen.

Alle paar hundert Kilometer hielten wir an Roadhouses, um nachzutanken.

Die wenigen Orte auf der Strecke wie Mount Magnet oder Newman sind wichtige Versorgungsstüzpunkte für die Minen, bieten jedoch außer einer Tankstelle und einem Supermarkt wenig Sehenswertes. Die Leute leben meist in kleinen Baracken und gelegentlich sind Aborigenes mit Gelände- oder Einkaufswagen zu sehen.

Als wir den südlichen Wendekreis passierten, stieg die Temperatur weiter bis auf 40 Grad und die Fliegen wurden zur echten Plage.

Da helfen nur noch Fliegennetze und unser neues Zelt, das wir nur noch ohne Überzelt aufbauen.

Um der Hitze und den Fliegen bestmöglich auszuweichen, stehen wir möglichst noch vor Sonnenaufgang um 5 Uhr auf. Kein Problem, denn die schreienden Papageien wecken uns schon.

Mitten in dieser schattenlosen Landschaft liegt der Karijini Nationalpark mit seinen Schluchten und Wasserbecken.

Was für eine Abwechslung und Erfrischung. Abenteuerliche Wege führen hinunter in die Oasen mit kühlem Schatten und üppiger Vegetation. Fledermäuse, Warane und zahlreiche Vögel haben hier ihren Lebensraum gefunden.

Wir konnten es kaum glauben, aber nach unserem Wanderungen zogen Wolken auf und es begann tatsächlich zu regnen.
So fuhren wir bis nach Tom Price, wo es einen Campingplatz mit vielen Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation (z.B. fließend Wasser und Strom) gibt.




Onslow: 18.11.16
Es gibt kaum Verkehr auf dem Highway und auch keinen Radioempfang.

Wenn alle halbe Stunde mal ein Roadtruck oder ein PkW entgegen kommt, dann grüßt man sich ganz selbstverständlich.

An einem schön gelegenen Rastplatz haben wir zusammen mit zwei Schweizern und einer deutschen Familie campiert.

Die Anderen in riesigen Wohnmobilen, wir im winzigen Zelt.

Auch zwei Hunde und Hunderte von laut schreienden Papageien freuten sich über etwas Gesellschaft.

Bei gewohnt wolkenlosem Himmel und heißem Wüstenwind durchquerten wir eine baumlose Steppe mit tausenden Termitenhaufen.

In Onslow, einer kleinen Stadt am Indischen Ozean, erreichten wir das Meer und zugleich den nördlichsten Punkt unserer Reise.

Nach einem Strandspaziergang und einer Mittagspause an einem schattigen Picknickplatz fuhren wir zu unserem Übernachtungsplatz am Ashbourton River.

Dieser führte tatsächlich Wasser und zog so Rinderherden, Papageienschwärme, Pelikane und leider auch kleine Ameisen an.

Nachts machte sich ein unbekanntes Tier lautstark im Motorraum unseres Autos bemerkbar und konnte erst nach mehreren Versuchen verjagt werden. Abenteuer Australien!



Exmouth: 23.11.16
Bei Exmouth haben wir den Cape Range Nationalpark erreicht.

Dieser ist dafür bekannt, dass das 300 km lange Ningaloo Riff nur wenige Meter vom Strand ganz einfach von Tauchern und Schnorchelern zu erreichen ist.

Neben bunten Korallen, den vielfältigen Rifffischen, Meeresschildkröten und Delfinen lassen sich auch Wale und Walhaie beobachten.

Das türkisfarbene Wasser lockt sogar Emus und Euros (kleine Känguruart) zum Abkühlen an.

Nach wie vor ist es recht stürmisch und Schatten ist Mangelware.

Dafür sind zu dieser Jahreszeit nur wenige Touristen, meist Schweizer und Deutsche, in dieser Gegend unterwegs.


Coral Bay: 27.11.16
Heute ist unser 13. Hochzeitstag und vor 13 Jahren sind wir auch ausgestiegen.

In dem kleinen Ort Corel Bay haben wir für vier Tage auf einem Campingplatz mit grünem Rasen, aber nur mit wenigen, Schatten spendenden Bäumen und mit Salzwasserduschen eingecheckt.

Der nahe liegende Strand ist wunderschön.

Das Meer ist türkisgrün und zunächst ganz flach und sehr warm.

Dann wird es an einer Kante drei bis vier Meter tief und ist voller Korallen.

Wir schnorchelten viele Male und sahen Rochen und Riffhaie nur wenige Meter an uns vorbei schwimmen.

Hinter dem Strand liegen hohe Sanddünen.

Echte Männer bezwingen diese mit ihren riesigen Geländewagen.

Wir trafen auch den ersten Reiseradler, der ziemlich entnervt über die langen Strecken, die Hitze und die monotone Landschaft klagt.

Wir sind froh, dass wir dieses Mal ohne Fahrräder in Australien unterwegs sind.



Geraldton: 1.12.16
Dem geneigten Leser sei verraten, dass wir nun nicht länger im Outback braten.

Nach 4500km mit rotem Sand, vielen Fliegen, starkem Wind und Backofenhitze sind wir wieder bei angenehmen Temperaturen unter 30 Grad.

Nachdem wir einen Abstecher zum World Heritage Gebiet Shark Bay mit seinen Delfinen, Seekühen, Muschelkalkhäusern und Stromboliten machten, war unser nächstes Ziel der Kalberri National Park mit seiner grandiosen Murchison River Gorge.

Zurück am Meer gibt es eine 100m hohe Steilküste mit tollen Sandstein-Formationen.

Und Farmland mit Weizenanbau und Schafzucht bestimmen nun wieder das Landschaftsbild im Hinterland.

Die Entfernungen zwischen den Orten werden deutlich kürzer und wir müssen nicht mehr so lange im Auto sitzen.


Dongara: 4.12.16
Der kleine Küstenort Dogara gefiel uns sehr.

Er hat einen schönen Hafen mit schattigen Picknickbänken, angelegte Wanderwege, eine Art Marktplatz und eine kleine Bücherei mit Visitor Centre, in dem seit einigen Jahren eine Hamburgerin arbeitet.

Kostenloses W-Lan und drei Wohnmobil-Stellplätze etwas außerhalb der Stadt, aber direkt am Meer, gehören ebenfalls zum Angebot für Einheimische und Reisende gleichermaßen.

Nach einer wind- und regengeschützten Nacht am "Cliff Head"- Stellplatz, machten wir früh morgens einen langen Spaziergang am einsamen Strand.

Lediglich zwei Delfine begleiteten uns eine Weile im flachen Wasser, nur ein paar Meter von uns entfernt.

Wir beschlossen, noch eine weitere Nacht zu bleiben und, im Schatten sitzend mit Blick auf den Indischen Ozean, zu lesen und den weiteren Reiseverlauf grob zu planen.


Perth: 8.12.16
Im Nambung Nationalpark bilden tausende Felsnadeln, sogenannte Pinnacles, eine bizarre Landschaft.

Und mittendrin konnten wir in den frühen Morgenstunden einen Bobtail-Skunk, einen Echidna (eierlegenden Igel) und viele Kängeruhs beobachten.

Im Hintergrund sieht man das türkisfarbene Meer und schneeweiße Sanddünen.

Im Yanchep Nationalpark, etwas nördlich von Perth, gibt es nach langer Zeit wieder richtigen Eukalyptuswald, durchsetzt mit Grasstrees (Black Boys), orangefarbenen Christmastrees, und vielen Vögeln, Kängeruhs und Koalas.

Bei Aldi haben wir unsere Vorräte frisch aufgefüllt und sind nun startklar für die Rundreise Richtung Süden.


Pinjarra: 11.12.16
Bremsen (Horseflies) und Mücken sorgten bei unserem letzten wilden Camp dafür, dass wir bereits um 18.30 Uhr genervt ins Zelt stürmten.

Im Morgengrauen hieß es "Schnell weg, bevor die Biester aktiv werden!"

Eine schöne Wanderung führte uns durch den Serpentine River National Park mit vielen schwarzen Kakadus und einem Badepool.

Mandurah ist eine wohlhabende Stadt, ein modernes Venedig mit vielen Kanälen und Bogenbrücken.

Jede Villa hat einen eigenen Steg mit Motoryacht.

Wir sind immer wieder über den hohen Lebensstandard erstaunt, auch über die moderne Infrastruktur und Achitektur, die vielen gepflegten Parks, Strände, Spielplätze und sanitäre Einrichtungen.

Wo kommen nur die ganzen Steuergelder her, denn viele Australier haben sehr einfache Jobs?

Auf der Flucht vor einem Buschfeuer blieben wir dann zwei Nächte am riesigen Inlet des Murray Rivers.

Dort waten Tag und Nacht Krabbensucher durch das flache Wasser und Blutsauger waren in erfreulicher Minderheit.

Wir können uns selbst darüber freuen ...



Dunsborough: 19.12.16
Im historischen Sägemühlenort Dwellingup saßen wir lange im Visitor Centre, während ein Gewitter mit heftigen Regengüssen tobte.

Zum nächsten Ort fuhren wir durch einen Wald mit 300 Jahre alten Tuart-Bäumen nach Busselton.

Die Sommerferien haben begonnen und viele Familien aus den Minenorten verbringen nun ihren Urlaub am Meer.

Statt Skifahren lernen die Kids hier das Surfen.

In Dunsborough mit den türkisfarbenen Buchten und Felsen aus Gneiss beginnt der 140 km lange Wanderweg von Kap zu Kap.

Wir genießen (außer die surrenden Fliegen nerven) bei Etappenwanderungen die abwechslungsreiche Küste und den Blick auf Seeadler und -schwalben.


Magaret River: 23.12.16
Wir folgten der Cave Road weiter nach Süden vorbei an 350 Tropfsteinhöhlen, von denen aber nur sechs zu besichtigen sind.

Diese südwestlichste Ecke Australiens hat wunderschöne Wälder mit den hohen Karribäumen und einsame Sand- und Felsküsten.

Auch gibt es nette Städtchen und viele Weingüter.

An den beiden Kaps warnen zwei Leuchttürme und erinnern an zahlreiche Schiffsunglücke.

Und Tiere? Am Strand wären wir fast zweimal auf Schlangen getreten und Kinder versuchen dort, vorbei schwimmende Stachelrochen zu streicheln.


Pemberton: 27.12.16
Jeden Morgen werden wir bereits um vier Uhr von dem lauten Gelache der Kookabooras geweckt, wenn wir irgendwo im Wald unser einsames Bush Camp aufgeschlagen haben.

Und bereits um acht Uhr abends rufen sie zur Nachtruhe auf.

Die bis zu 80m hohen Karri Bäume bildeten lange Zeit eine wichtige Einnahmequelle für die Bewohner der umliegenden Städte.

Das harte Holz wurde mit dampfbetriebenen Eisenbahnen an die Küste gebracht und dort zum weltweiten Export verladen.

Einige besonders hohe Exemplare dienten noch bis in die Sechziger-Jahre als Buschfeuer- Ausguck.

Heute sind sie eine Touristenattraktion.

Denn drei von ihnen kann man auch heute noch besteigen, sofern man mutig genug ist, ungesichert auf Stahlstäben bis zu den Aussichtsplattformen zu klettern.

Im Freilichtmuseum in Manjimup bekamen wir ein Gefühl dafür, wie die Pioniere um 1900 herum hier gelebt und gearbeitet haben.

Heute sind die übrig gebliebene Waldbestände in Nationalparks geschützt.

Und gleich daneben ist Farmland, welches auch gerne von Känguruhs und Emus genutzt wird.



Mount Barker: 4.01.2017
Zum Jahresende erwischten wir doch noch ein paar kühle, regnerische Tage.

Wir passten uns dem Wetter an, erkundeten uralte Mammutbäume, einsame Buchten und zelteten an überdachten Picknikplätzen.

Sylvester verbrachten wir ganz allein ohne den üblichen Trubel auf einem Wanderparkplatz.

Kurz nach Mitternacht wachten wir auf und stießen mit einem Schluck Wasser auf das Neue Jahr an.

Früh morgens wanderten wir auf den Mount Lindesay, einem riesigen Koloss aus Granit.

Was für ein schöner Jahresbeginn.

In den Küstenorten zwischen Walpole und Denmark ist es wegen ihrer Traumstrände um diese Jahreszeit sehr voll, so dass wir ins Inland auswichen.

Dort liegt der Stirling Range Nationalpark mit einigen markanten, immerhin 1000m hohen Bergen.

Es ist nun wieder 30 Grad warm und die beiden Gipfel des Mt. Magot und des Bluff Knolls bestiegen wir deshalb in aller Frühe.

Ein Campinglatz im Nationalpark war mit seinem Swimming Pool so verlockend, das wir gleich eincheckten und es uns am Pool bequem gemacht haben.



Albany: 7.01.2017
Nachdem wir uns in Mount Barker mit Sprit, Wasser und Lebensmitteln eingedeckt hatten, steuerten wir unser nächstes Ziel an, den Porongurup Nationalpark mit seinen riesigen runden Granitblöcken.

Einige mussten wir auf unseren Wanderungen erst aus dem Weg räumen.

Obwohl hier 2007 ein Buschfeuer wütete, ist die Vegetation schon wieder üppig.

Nur einige der hohen Karribäume haben nicht überlebt und strecken nun ihre kahlen Äste in den blauen Himmel.

Auf den umliegenden Farmen grasen friedlich Känguruhs zwischen Kühen und Schafen.

Zurück an der Küste besuchen wir die schöne Hafenstadt Albany.

Sie hat eine interessante "Altstadt" und ist von mehreren geschützten Inlets umgeben.

Stürmischer Südwind hat wieder neue Regenwolken und einen Temperatursturz von 33 auf 16 Grad mitgebracht.

Doch in der Camping Küche eines nahe gelegenen Campingplatzes fanden wir Schutz vor Wind und Regenschauern.

Und das Beste ist: Keine Fliegen, keine Mücken!

Nun sitzen wir in Albanys moderner Bibliothek mit kostenlosem Highspeed-Internet und warten auf die Sonne ...



Hopetoun: 17.01.2017
Eine Woche lang hielten wir uns rund um Albany auf, der größten Stadt weit und breit.

In der geschützten Bucht versammelten sich einst große Flotten von australischen und neuseeländischen Kriegsschiffen, um auf der anderen Seite der Erdkugel an den beiden Weltkriegen teilzunehmen.

Heute erinnert nur ein großes Museum an diesen Wahnsinn.

Zahlreiche Campingplätze liegen oft in Strandnähe.

Das nutzten wir für stundenlange Spaziergänge am Strand.

An manchen Orten war richtig viel los, nämlich dort wo man mit dem Auto so dicht wie möglich ans Wasser ranfahren konnte.

Australier behaupten von sich selbst, eher faul zu sein, was wir auch wegen anderer Erfahrungen gerne glauben.

Doch einige hundert Meter weiter, wo Felsen oder hohe Dünen die Zufahrt verhindern, sind die Strände wieder menschenleer - unvorstellbar in Europa.

Auf dem Weg nach Esperance besuchten wir noch den Fitzgerald Nationalpark, der für seine Pflanzen- und Vögelvielfalt bekannt ist.

Dort sahen wir erstmalig eine ganz besondere, zwei Meter hohe, harte und stachelige Pflanze, die Royal Hakae.



Kalgoorlie: 21. 01.2017
In Esperance mit seinen weißen Traumstränden war es leider stürmisch, so dass wir dem Ozean vorerst Lebewohl sagten und zu den Goldfeldern rund um Kalgoorlie fuhren.

Der Rausch begann um 1890, als Prospektoren auf ihren Pferden durch die Lande zogen.

Wo das Edelmetall gefunden wurde, entstanden Städte mit Verwaltungen, Schulen, Krankenhäusern, Eisenbahnverbindungen und Pipelines zur Wasserversorgung.

Tag und Nacht wird in "Superpits" das Erz herausgesprengt und mit riesigen Maschinen aus den Gruben herausgefahren, dann geschreddert, um anschließend ein paar Gramm Gold mit Hilfe von Chemikalien aus dem gemahlenen Gestein herauszulösen.

Im weiten Umkreis vibriert die Erde, ist das Wummern der Maschinen allgegenwärtig.


Perth: 4.02.2017
Die Gegend südöstlich von Perth ist eine schöne Mischung aus Wäldern, dem Ozean, Flüssen und Stauseen, die der Trinkwassergewinnung und der Freizeit dienen.

Eine Art Pilgerstätte ist eine Ansammlung tausender Zwerge geworden.

Irgendwann hat jemand einen Gartenzwerg unter den Bäumen einer Straßenabzweigung gestellt.

Die Idee fand solch großen Zuspruch, dass sich Gruppen aufmachten, um ihre Zwerge oftmals sehr fantasievoll dort zu platzieren.

Am 26. Januar feiern sich die Australier am "Australia Day" selbst .

Typisch ist ein geselliges Frühstück, entweder innerhalb der Familie oder als Großveranstaltung im örtlichen Park.

Zum Ende unserer Reise erfreuen wir uns nochmal an vielen lieb gewonnenen, teils lautstarken, "Gefährten" (schwarze und weiße Kakadus, Galahs, bunte Halsbandsittiche, Crows, Magpies, Kookaburras, Pinguine, Warane und Kängurus ...).

Unser Mietauto haben wir, so gut es ging – und es ging nicht gut, innen und außen vom roten Staub der Schotterstrecken befreit und abgegeben.

Nun müssen wir noch eine Nacht am Flughafen verbringen und den letzten (30.) Rotweinkanister austrinken, bevor der ewig lange Rückflug startet.






AUSTRALIEN 2009/10...
Sydney: 03.11.09
Bevor die bunten Blätter vom Regen weggeputzt werden, haben wir das Weite gesucht und sind gestern gut in Sydney gelandet. Sogleich wurden wir von "alten Bekannten" lauthals begrüßt. Bunte Sittiche, weiße Kakadus, Ibisse und bussardgroße Fledermäuse sausen durch die Luft, obwohl der Campingplatz in der Stadt liegt. Nun sind wir auf Autosuche und durften die erste ausgelutschte Kiste gleich gestern Abend ausprobieren und dann aussortieren.

Sydney: 04.11.09
Am Tag 2 haben wir Wombat, einen Allrad-Van, in unser Team aufgenommen. Der Junge ist mit BJ 94 und 330.000 Km auf dem Tacho schon etwas betagt, macht aber einen freundlichen Eindruck. Nun kann die Reise Richtung Norden starten.

Brunswick Heads: 08.11.09
Unter dem zähen Regentief sind wir nordwärts in sonnige Gefilde am Meer gelangt. Delfine nutzen die Ebbeströmung in der Hafeneinfahrt als Gegenstromtrainings-Spielplatz und Pelikane und Seeadler unterhalten uns beim Frühstück mit ihren Flugmanövern. Geht´s uns gut!

Hughenden: 17.11.09
Auf dem Weg ins Outback wanderten wir im Nationalpark in der Carnarvon Schlucht, eine Oase mit bunten Sandsteinwänden, plätscherndem Bach und Kängurus. Wir wollten es schließlich erleben: Das Outback! Es begrüßte uns mit über 40 Grad (ohne Schatten), schwirrenden Fliegen und mit schwefeligem Bohrwasser.

Die gepriesene Gastfreundlichkeit zeigte sich für uns darin, dass wir kostenlos hinter dem historischen Hotel campieren durften, was wir sogleich als Einladung deuteten und unser erstes kühles Aussie-Bier schlürften.

Auch unser Dieter Wombat wurde freundlich aufgenommen in der Werkstatt, um seinen Herzschrittmacher zum fairen Preis zu optimieren.

In vielerlei Hinsicht erleichtert sind wir sogleich in den Nachbarort gefahren - nur 215 km quer durch die Steppe.



Cairns: 25.11.09
Nur einige Hundertkilometer weiter stehen wir statt auf trockener Steppe im üppigen Regenwald und lauschen den vielfältigen Vogelstimmen, während die Wallabies friedlich grasen. In diesem angenehmen Klima sind wir sogleich aktiver und unternehmen Wanderungen durch das Dickicht. Auch Obst und Gemüse gedeihen im Atherton Tableland. Leider sind die Mangos noch nicht reif. Zurück an der Küste locken Traumstrände zum Schwimmen, doch wegen der gefährlichen Quallen ist momentan keine Badezeit.

Ingham: 03.12.09
Fliegenpatsche und Moskitonetz waren die letzten Tage im Dauereinsatz. Aber nur in den erfrischenden Waterholes fanden wir einigermaßen Ruhe vor Bremsen und Mücken. Wie angenehm kann da ein Aufenthalt in einer Stadt sein; in einem kühlen Supermarkt oder bei Mc Donalds zum Internetsurfen.

Townsville: 06.12.09
Mit den "New Arrivals" Ayshe und Harald haben wir ein paar fröhliche Stunden verbracht. Gerade angekommen, wollen die beiden Allgäuer in Townsville ein Zuhause und Arbeit finden. Unser Beitrag zum neuen Hausstand sind 20 l Trinkwasser im Kanister.

Rockhampton/Yeppoon: 11.12.09
Die Wet Tropics liegen hinter uns. Geblieben sind die tropische Hitze und die diversen sehr sehr zutraulichen Blutsauger. Ab sofort kann man bedenkenlos im Meer baden, denn die gefährlichen Quallen existieren nur im Norden. Nur vor den Krokodilen sollte man sich weiterhin vorsehen.

Bundaberg: 14.12.09
Nachdem wir "Rocky" verlassen haben, verbrachten wir einige Tage im dünn besiedelten "Hinterland", wo das Beef produziert wird. Im Nationalpark Cania-Gorge sahen wir auf unserer Wanderung bizarre Sandsteinformationen, Kakadus und Kängurus.

Früh aßen wir unser "brekky", dann sind wir in "Bundy" gelandet und staunen über die vielen Menschen und Autos. Diese Stadt ist berühmt für den Bundy-Rum, gebraut aus dem Zuckerrohr wird, das ringsherum wächst.

Auf dem Programm steht ein Besuch bei Aldi. Mal schauen, ob wir Christmas-Cookies made in Germany ergattern können.



Gympie: 23.12.09
Unsere erste wirkliche Allrad-Bewährungsprobe im Great Sandy NP liegt hinter uns. Auch etliche "Beifahrer-Ratschläge" konnten ein Festfahren im tiefen Sand nicht verhindern. Erst am nächsten Morgen wurden wir von einem andern Geländewagen wenig sanft full pull aus dem Loch gezogen. Nach der Aufregung jedoch konnten wir bei Ebbe auf einem 50 Km langen Strandabschnitt auf festen Sand fahren und mit Meerblick campieren.

Toowoomba: 29.12.09
Für uns war es Weihnachten im Wald. Überall auf der Bäume Spitzen hörten wir die Vögel sitzen. Die unterschiedlichen Regenwälder wirkten wegen der Regenschauer und Gewitter in frischen Grüntönen besonders intensiv. Für einen Blutegel kam mein Fußknöchel gerade recht als Weihnachtsgeschenk.

Warwick: 07.01.10
Happy new year! Das Jahr 2010 begann für uns hervorragend mit einer Besteigung des Mount Warning. In Kingscliff feierten wir mit Robyn und Andrew unser Wiedersehen nach 4 Jahren. Drei Tage lang verwöhnten uns die beiden mit leckeren Speisen, kaltem Bier und einer Unterkunft ohne Viehzeug. Wieder auf uns gestellt, zog es uns in die uralte Vulkanlandschaft mit Wasserfällen, Felswänden und Regenwald in Brisbanes Hinterland.

Grafton: 13.01.10
Natur pur - Regenwälder, Granitfelsen, erste Schlangen und Abendessen mit Kängurus. Das Plateau auf 1000 m Höhe heißt Neuengland und sieht so aus: Grüne Hügel mit weidenden Schafen und Kühen, Pappelalleen zu aufgeräumten Farmhäusern und Trauerweiden an Bächen und Tümpeln mit Schnatterenten. Sogar ein Stonehenge haben die heimwehgeplagten Siedler nachgebaut. Wenn nur die beissenden Ameisen nicht wären.

Lithgow: 24.01.10
Je nachdem, was die Vulkane vor rund 200 Millionen Jahren ausspuckten, kraxelten wir mal auf Granit-, mal auf Sandsteinformationen herum. Im Regenwald staunten wir über märchenhaften Moosbewuchs und den seltenen Lyrebird, der uns seinen Balztanz zeigte.

Im Rindereldorado Walcha trugen wahre Cowgirls und -boys einen Wettbewerb "treibe 1 Kuh per Pferd im Galopp durch einen Parcours" aus.

Knapp 1600 m ist der höchste Punkt des Staates New South Wales. Klare Luft, intensive Farben, ein exzellenter Sternenhimmel und Schweinekälte hielt er für uns bereit. Die Blue Mountains westlich von Sydney verstecken sich in grauen Nieselwolken. Deshalb schonen wir die Wanderschuhe und hocken in unserem Lieblingsrestaurant.



Narooma: 01.02.10
Das Meer leuchtet türkisfarben und lädt ein zum Baden und Schnorcheln. Offensichtlich gefällt es den Wassertieren ebenso, denn es springen die Delfine, die Riesenrochen und bunten kleinen Fische tummeln sich darin. Ein kleiner Pinguin, der sonst auf der Insel Montague wohnt, kam allein an Land und schaute sich verschüchtert um.

Tumut: 06.02.10
Morgens haben wir noch geschnorchelt und abends schon in den australischen Alpen auf 1400m Höhe gecampt. Gegen den schneidenden Wind mit Jacken und Handschuhen bestückt, waren wir auf der mit 2228m höchsten Erhebung des Kontinents Mount Kosciuszko. Glück gehabt, denn am nächsten Tag tosten Gewitter und Regenschauer.

Bendigo: 16.02.10
1850 wurde hier Gold entdeckt und der Rausch führte zur weltweiten Einwanderung und großartigen Bauten. Statt der Digger laufen jetzt Studenten durch die Stadt und statt Bohnen mit Speck gibt es Fast Food. Auf dem Weg waren wir auf mehreren weiteren Alpengipfeln, wie dem Mount MacKay und dem Mount Buller. Regen und Kälte vertreiben uns allerdings schnell aus den Höhen.

Mildura: 22.02.10
Auf aussichtsreichen Wegen wanderten wir in den Grampians, einem riesigen Gebiet aus Sandstein mit steilen Klippen. Auf der Fahrt nach Mildura kamen wir durch endlose Kornfelder sowie die Little Desert und die Big Desert. Mildura ist die Orangenstadt und das Einschleppen von Fruchtfliegen ist streng verboten. Das Wasser des Murray Rivers lässt Obst, Gemüse, Wein und Mücken rund ums Jahr gedeihen.

Adelaide: 06.03.10
Die Fleurieu-Halbinsel klingt blumig, doch auf den Hügeln wächst nur gelbes Gras. Den Schafen und Kängurus schmeckt es. In Adelaide haben wir bei Helen und Rob in einem antiken Straßenbauwagen genächtigt und schon mal die Stadt und Umgebung erkundet. Für 4 Tage sind Chris und Nick eingeflogen, um mit uns die 20jährige deutsch-neuseeländische Freundschaft zu feiern. Den australischen Busch mit seinem Vogelgekreische genossen wir zu viert im Belair Nationalpark und verbringen den heutigen Tag in der City und am Strand. Ab Morgen nehmen wir beide unser "Zigeunerleben" wieder auf.

Leigh Creek: 12.03.10
An Solardusche, Wasserkanister, Fliegenkopfnetz und zu zweit zu sein mit unserem Dieter Wombat haben wir uns schnell wieder gewöhnt. Im Mount Remarkable Nationalpark unternahmen wir zwei Spitzenwanderungen: auf den Mount Cavern mit 770 m Höhe und Meerblick und durch eine felsige, trockene Schlucht.

Kräftig zu luden wir Wasser, Sprit und Lebensmittel für ein paar Tage im Outback. Den ersten Teil des Flinders Ranges Nationalpark erkundeten wir per Fahrrad.

Um zum zweiten Teil zu gelangen, sind rund 200 km zu überwinden, davon ist die Hälfte Schotterstrasse. Der Tankstopp in Leigh Creek bot unerwartet einen Internetzugang und nun hocken wir in der Bücherei.



Port Augusta: 15.03.10
Die 5 Tage und Nächte im Outback des Flinders Ranges Nationalparkes bescherten nicht nur tolle Aussichten und viele Tierbegegnungen, sondern auch roten Staub überall. Plötzlich war die Luft raus! Zwei Fahrradschläuche gaben komplett den Geist auf und zum Frühstück war ein Reifenwechsel bei Wombat fällig. Au weia, die Wuchterei ging in den Rücken.

Richmond: 25.03.10
Das Outback mit seinem roten Staub und den surrenden Fliegen liegt hinter uns. Unseren Dieter Wombat haben wir innen und außen geschrubbt und ihn zum Verkauf angeboten. Die Blue Mountains sind ein prima Standpunkt, um täglich per Internet Fragen von Interessenten zu beantworten und schnell in Sydney zu sein. Ist dieses erledigt, gehen wir wandern oder radeln und freuen uns über die grüne Landschaft und den Vogelgesang.

Singleton: 30.03.10
Am Samstag haben wir unser "Wohnmobil" Dieter Wombat an die erste Interessentin verkauft. Bis zur Übergabe können wir noch ein paar gemeinsame Tage nördlich von Sydney verbringen.

Kiama: 07.04.10
Karfreitag haben wir unser mobiles Heim in Sydney der neuen Besitzerin übergeben, haben seitdem die Taschen voll gestopft und die Strampelhosen an. Entlang der Küste radeln wir nach Süden und wurden mit Gegenwind und Regenfällen konfrontiert. Derart ausgebremst verbringen wir 3 Nächte im netten Städtchen Kiama und unternehmen Strandspaziergänge.

Kiama: 22.04.10
Der Vulkan auf Island hat sich beruhigt und der Luftraum über Europa ist wieder freigegeben. So standen wir abflugbereit am Check In Schalter von Air China. Dort fand unser Rückflug ein schnelles Ende. Der Anschlussflug sei gestrichen und für einen Aufenthalt in Peking fehle das erforderliche Visum. Ziemlich frustiert haben wir unsere Räder wieder ausgepackt und sind im Dunkeln zum nächsten Campingplatz geradelt. Jetzt warten wir in Kiama auf einen neuen Rückflugtermin und das kann dauern ....




AUSTRALIEN 2005/06...
Brisbane: 19.09.05
Nach endlosem Flug und interessanter Zwischenlandung in Taipeh auf der Insel Taiwan sind wir leicht übermüdet in Brisbane gelandet. Selbst mitten in der Stadt schwirren überall bunte Papageien umher und machen ein Mordsgeschrei. Heute früh sind wir bei bestem Wetter im Sunshinestate Queensland Richtung Norden aufgebrochen. Beim ersten Blick aufs Meer gab es gleich die ersten Pelikane zu sehen.

Tin Can Bay: 22.09.05
Die ersten 300km in Australien sind geschafft und Fraser Island ist fast erreicht. Auf den Zeltplätzen haben wir die ersten sehr netten Kontakte mit Australiern gehabt; nur über die hohen Preise hier besonders für Lebensmittel sind wir doch etwas erschrocken. Aber sonst sind wir guter Dinge und freuen uns über die tolle Landschaft und die Tierwelt. Delfine kommen in den Hafen geschwommen, um sich mit Fisch füttern zu lassen. Manchmal ergattern auch die Pelikane einen Happen.

Rainbow Beach: 27.09.05
Fraser Island ist mit etwa 150km Länge die größte Sandinsel der Welt und nur mit dem Geländewagen oder zu Fuß zu erkunden. Durch den Regenwald gelangt man zu den vielen Süßwasserseen und idyllischen Campgrounds. Vom Strand aus haben wir Buckelwale in ca. 200m Entfernung schwimmen und prusten gesehen. Wir sind begeistert.

Rockhampton: 4.10.05
Juchhu! Viele Kängurus! Die hüpfen über die Zäune von Garten zu Garten und grasen neben den spielenden Kindern im Park. Die Kleinen klettern mal eben aus Mamas Beutel, springen ein wenig herum, um sogleich wieder "einzusteigen". Wir sind heute auch auf ein größeres Transportmittel aufgestiegen: ein LKW hat uns die fehlenden 80 km auf dem Bruce-Highway bis Rockhampton mitgenommen.

Townsville: 8.10.05
Ein Sprung von 500 km gelang, indem uns ein Truckfahrer in sein 20m langes Gefährt einlud, um bei seiner Leerfahrt Gesellschaft zu haben. Am Tag darauf radelten wir hoch motiviert 125 km. Wir wollen wegen der klimatischen Gegebenheiten schnell in den Norden, um dann gemütlich nach Brisbane zurück zu reisen.

Innisfail: 17.10.05
Wir haben 3 Tage auf der kleinen tropischen Dunk Island verbracht und können jetzt Kokosnüsse öffnen. Beim Schnorcheln gab es die ersten bunten Aquariumfische und Korallen zu bestaunen.

Cairns: 24.10.05
Auf den 3-Tagestauchtrip ins Barrier Reef hatten wir uns schon lange gefreut. Den Haien waren wir zu mager und die großen Seeschildkröten und bunten Korallenfische sind die vielen Taucher längst gewohnt. Bei 11 Tauchgängen (davon 2 nachts) konnten wir bei 27C Wassertemperatur diese einmalige Unterwasserwelt bewundern und die frische, mückenfreie Seeluft genießen.

Atherton: 31.10.05
Im wohl ältesten Regenwald herrscht dichtes GRÜN. In den WET TROPICS wuchert so manches, das in heimischen Wohnzimmern - wenn überhaupt - nur mickrig gedeiht.

Am 27. Okt. haben wir am Cape Tribulation, unserem nördlichsten Punkt, Geburtstag gefeiert. Übrigens macht der Wind genau wie wir kehrt und wir haben wieder Gegenwind. Die Sonne röstet zur Abwechslung mal die linke Seite.

Wenige KM Land einwärts und 400m höher wird es trockener und die Nächte sind angenehm temperiert. Zwischen den Eukalypten wachsen hunderte der etwa 2m hohen "Termiten-Murmeln".

Die Krokodile bleiben im Tidenbereich und deshalb stecken wir bis zum Hals in kühlen Bächen, während um uns herum die Rockwallabies ihre Sprungkünste demonstrieren.



Ingham: 8.11.05
In Nordqueensland hat die 5 monatige Regenzeit begonnen und wir spüren zunehmend die drückende Schwüle. Da wird nicht nur das Radeln sondern auch das Schlafen zum Saunaerlebnis. Deshalb geht es jetzt wieder zügig an der Ostküste entlang zurück nach Süden. Schade nur, dass damit auch der üppige Regenwald mit seinen tollen Geräuschen aufhört. Auf dem Highway 1 ist kaum etwas los.

Nambour: 15.11.05
Es ging 5 km steil bergauf zum Eungella National Park aber zur Belohnung ließen sich dort endlich Schnabeltiere beobachten. Zurück an der Küste hatten wir noch einmal Glück: an einem Truck Stopp stand ein unbeladener Truck und der Fahrer war so nett ... Als erst einmal alles verladen war, brauchten wir nur noch 10 Std. in der engen Fahrerkabine still zu sitzen (ganz schön anstrengend) und spät abends nach 800 km aus zu steigen.

Extra:
Die Australier lieben es kurz das Frühstück heißt "brekky", aus dem beliebten Grillen wird ein "barby", ein Fahrrad wird "pushy" genannt, die Kühlbox ist immer dabei und heißt "esky"; Übrigens erhalten die Orte auch solche Kosenamen. Easy, oder?


Stanthorpe: 1.12.05
In dieser 800m-Höhenlage fühlen wir uns richtig heimisch, denn es herrscht durchwachsenes "deutsches Sommerwetter". Einer netten Einladung zum Abendessen auf einer Farm folgte unser 3tägiger Einsatz auf der Plantage zum Apple-thinning (= Entfernen aller unschönen Früchte). Bei 9 Std. am Tag wurde auch die Daumenhaut immer dünner. Doch beim Überreichen des Cash konnten die Hände fest zugreifen. Deutsche Arbeitskräfte sind besonders gefragt. Die saisonalen FarmarbeiterInnen machen aus der Campkitchen einen freundlichen Multi-Kulti-Ort.

Casino: 4.12.05
Es weihnachtet gar nicht so sehr, aber bei Aldi haben wir die ersten Lebkuchen gekauft. Die letzten Tage waren wir im Nationalpark mit riesigen Granit-Felsbrocken und dem zweitgrößten Monolithen Australiens, dem Baldrock. Hier lungerten mal wieder jede Menge Kängurus herum und stolperten über unsere Zeltleinen. Leider gab's auch höllisch viele Fliegen.

Goldcoast: 12.12.05
Wer kennt schon Tenterfield, die australische Schwestergemeinde von Ottobeuren im Allgäu? Kurz darauf haben wir erstmalig Queensland verlassen. In New South Wales gehen die Uhren anders; es ist durch die Sommerzeit 1 Std. später.

Im Lamington Nationalpark auf 1000m Höhe genossen wir (nachdem wir salzverkrustet oben angekommen sind) die kühlen Nächte, wanderten im Regenwald und "erfreuten" uns an dem frechen, diebischen Federvieh, vor dem unser Frühstück nicht sicher war.

Um endlich mal ein ordentliches Bad zu nehmen, radelten wir zur Gold Coast. Der Tacho zeigt gerade 4700 Strampel-KM. Am DO heißt es "see you Australia", denn wir fliegen von Brisbane nach Auckland in Neuseeland.



NEUSEELAND ...
Auckland: 16.12.05
Es ist 00.30 früh morgens in Auckland, als wir bei strömendem Regen landen. So, jetzt noch Bergschuhe und Zelt zum Reinigen abgeben, damit keine Überseeparasiten eingeschleppt werden. Alles wurde für uns super-sauber geschrubbt. In einer Wartehalle haben wir ein lauschiges Plätzchen für den Rest der Nacht gefunden, um in ein paar Stunden unsere Bikes wieder zu montieren. Gut, dass Chris und Nick schon mit ein paar Freunden in ihrem Haus auf uns warten.

Taurangi: 24.12.05
Seit einer Woche ist es regnerisch und stürmisch. Die ersten 3 Tage haben wir noch trocken bei Freunden in Auckland verbracht. Zum Aufwärmen trafen wir uns anschließend mit Maria und Uwe aus dem Allgäu in einem Hot Water Pool zu einem gemütlichen Heugarten.

Wanganui: 31.12.05
Der Santa Claus besuchte Maria, Uwe und uns unter einem abgeschnittenen Zweig im Kerzenschein am Fuße des Tongariro Vulkans. Sobald die Regenfront abzog, wurden die 3 Vulkane und Kraterseen zu Fuß näher inspiziert.

Am nahe gelegenen Wanganui River können alte Paddler nicht vorbei fahren. Christian und Uwe bezwangen im 2er-Canadier in 1,5 Tagen einige "Rapids" mit Blick auf den ursprünglichen, üppigen Farnwald.

Maria und ich als neue Zeltgenossinnen freuten uns, dass uns nachts keine Stechbiester wegen der männlichen Blasenschwäche belästigen und bereiteten unseren Liebsten ein leckeres Wiederkehr-Abendessen. Übrigens hatten wir in der "Wartezeit" nette Bekanntschaften und viel Spaß. Maria und Uwe sind Silvester schon auf der Südinsel. Uns brachte die "Forgotten World-Road" an die Westküste, wo wir in Wanganui in den Knallerhimmel schauen werden. Euch allen ein fröhliches und gesundes 2006!



Nelson: 10.01.06
Die stürmischen Zeiten sind erst einmal überstanden, denn wir sind jetzt auf der Südinsel in Nelson, der sonnigsten Stadt Neuseelands.

Motueka: 18.01.06
Vom Regenwetter an der Westküste bekamen wir in der Tasman Bay nur ein paar Sprühduschen ab. Die Aussicht vom Gipfel auf die Buchten und die wilde Welt des riesigen Kahurangi Nationalparks wurde uns erst bei der 2. Wanderung beschert, als uns der seit 30 Jahren hier lebende Dietmar auf den steilen Parapara-Pfad jagte. Selbstverständlich wandelten wir auch auf dem berühmten und ausgetretenen Track des Abel Tasman Nationalparks. Nach 3 Wandertagen wird Abschied genommen, die Bikes rufen.

Greymouth: 25.01.06
Nun denn, wegen Schmuddelwetters blieben wir doch noch eine Nacht in Motueka. Nach ausgiebigem Zeitschriftenstudiums und Mittagsschlaf in der Stadtbibliothek verbrachten wir einen langen, feuchtfröhlichen, rauchigen und geschichtenreichen Abend mit 2 anderen Globetrotteln.

Am nächsten Morgen kämpften wir uns dann mit Kopfschmerzen und Gegenwind 100km bergauf in das einsame Bergland der Kaikoura Ranges. Im Gepäck war genug zu futtern und ausreichend Trinkwasser. Beim Erwärmen des abendlichen Duschwassers halfen der Spirituskocher und die klaren Bäche.

Auf einer Schotterpiste ging es 3 Tage durch das Rainbow Valley über den 1300m hohen Island Saddel nach Hamner Springs. Nun lagen nur noch der Lewis Pass und 2 weitere anstrengende Radeltage vor uns, um in Greymouth an die Westküste zu gelangen. Hier legen wir heute einen Ruhetag ein und füllen unsere Vorräte auf.



Wanaka: 31.01.06
Hurra, das war ein 6er im Lotto! Wetteronline.de versprach 6 Tage Sonne an der Westküste, einer der regnerischsten Ecken der Erde. So wurde diese abgelegene, wildromantische Landschaft mit Regenwald, breiten Flusstälern, einsamen Stränden und mächtigen Gletschern, die fast bis ans Meer reichen, ins rechte (Foto-)licht gesetzt. Rechtzeitig vor der nächsten Kaltfront überquerten wir mit viel Kettenbiss den Haast-Pass, um mit ordentlichem Rückenwind nach Wanaka zu gelangen.

Wanaka: 3.02.06
Auf einer 30km langen staubigen Wellblech-Schotterpiste rüttelten wir uns an den Rand des (Wahnsinns) Aspiring Nationalparks. Am Fuß des Rob Roy Gletschers mit seinen zahlreichen Wasserfällen fiel eine Kea-Bande über uns her. Andere freundliche Zeitgenossen nahmen uns samt Rädern in ihrem Campingbus mit zurück nach Wanaka.

Waimate: 8.02.06
Auf der stillgelegten Bahnstrecke holperten wir durch das zentrale Otago, das für diverse Farmprodukte und die höchsten und tiefsten Temperaturen Neuseelands bekannt ist. Wir hatten es kühl und die Bergketten den ersten Puderzucker-Schnee. Wieder am Meer sahen wir den Robben beim Herumlungern in der Sonne zu. Uns war es zu rau, sonst wären wir ihrem Beispiel gern gefolgt.

Christchurch: 19.02.06
Ein paar Einblicke in das Landleben hatten wir beim Schafe-Zählen, die für den Markt eingepfercht wurden. Nun bleiben uns noch 3 Tage in der Stadt bei einer befreundeten Familie, bevor wir am 22. nach Sydney fliegen. Tachostand: 5000 km in 3 Monaten in Australien, 3500 km in 2 Monaten in Neuseeland. Beine und Bikes sind okay!

AUSTRALIEN...
Sydney: 23.02.06
Zum Abschied von Neuseeland wurden wir 3 Tage lang von der Familie Foate in Christchurch verwöhnt.

Dafür mussten wir am Flughafen heftig bluten. Zuerst durften wir für 2 große Pappkartons für die Räder 30$ bezahlen. Das führte zu Übergewicht und kostete 70$. Den Spirituskocher in unserem Handgepäck haben die Sicherheitsleute erschnüffelt und beschlagnahmt. Einen neuen gab es heute nach verkehrsreicher Fahrt in der City von Sydney. Das machte nochmals 30$.

Das hat uns alles wenig bekümmert. Wir haben es hier angenehm warm und die vielen Vögel gaben uns ein tolles Begrüßungskonzert.



Batemans Bay: 2.03.06
Heute haben wir auf der Küstenstrasse Richtung Melbourne die 9000 KM-Marke überradelt. Die erste Woche im Bundesstaat New South Wales lässt sich prima an. Unkomplizierte AustralierInnen, nette Küstenorte, abwechselnd mit Sandstränden und Steilufern, Pelikane, Papageien "Co." sowie Kängurus sind einfach toll. Wie immer gibt es auch die andere Seite: das peinigende Meeresgetier! Die Quallen haben uns bis jetzt vom Baden abgehalten.

Orbost: 9.03.06
Zwei entgegenkommende Holländer, die seit 1998 mit dem Fahrrad die Welt erkunden, warnten uns vor dem bergigen und stark befahrenen Princes Highway nach Melbourne.

So genossen wir endlich ein tolles Bad im Meer und sahen noch Riesenrochen im flachen Hafenbecken, bevor wir auf eine Nebenstrecke in die Berge flüchteten. Diese einsame, teilweise ungeteerte Strasse führte uns etwa 250 km in die Great Dividing Range.

Auch hier begleitete uns das aufgeregte Gekreische hunderter Kakadus und der helle Glockengesang der Bellbirds. New South Wales liegt jetzt hinter uns und wir befinden uns im Staate Victoria.



Cowes/Phillipp Island: 16.03.06
Außer uns gibt es noch mehr "mad cyclists". In Foster fand ein spontanes Bikertreffen statt, bei dem massenhaft Informationen in verschiedenen Sprachen ausgetauscht wurden. Auf die Insel Phillipp Island kamen wir über die Brücke. Pinguine, Pelikane und Seelöwen gibt es hier zu bestaunen. Koalas eigentlich auch, doch die possierlichen Bären hocken lieber versteckt in ihren Schlaf-Astgabeln. Die Fähre wird uns an den ruhigeren Stadtrand von Melbourne bringen, wo gestern übrigens die "Commonwealth Games" eröffnet wurden.

Melbourne: 21.03.06
Die Common Wealth Games finden gerade in Melbourne statt, so dass hier noch mehr los ist als sonst. Wegen der zahlreichen sportlichen und kulturellen Veranstaltungen sind weite Teile der Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt, was das Radeln sehr erleichterte. Uns gefällt Melbourne sehr mit seinen Stränden, Parks, Einkaufsmeilen und den vielen bunten multinationalen Suburbs. Gestern waren wir in dem Stadtteil Clayton, dachten jedoch wir seien in Griechenland gelandet.

Warrnambool: 27.03.06
Neun Koalabären saßen in ihren Astgabeln über und neben der Great Ocean Road und schaukelten in der Brise. Die schmale Eukalyptuskost überleben sie gut mit ihrem 19 Std.-Schlaf täglich. Kurz darauf trafen wir die berühmten Wellen umtosten 12 Apostel. Huch, wer hat sich da verzählt? Es waren mal 9, bis im letzten Jahr einer unter der ewigen erdodierenden Wassermacht zusammenbrach. An dieser Sandstein-Steilküste sind noch viel mehr interessante Form- und Farbgebilde zu bestaunen. Das hat uns freudig überrascht.

Hamilton: 29.03.06
Der Mount Eccles Nationalpark besteht aus erloschenen Vulkanen und einem Kratersee. Der Baumbestand ist zu 95% "Koalafutter". Diesmal hatten wir flauschige Nachbarn, denn über dem Zelt schliefen, fraßen und köttelten zwei Koalabären. Nachts konnten wir sie am Boden beobachten, wie sie den Baum wechselten.

Cooma: 11.04.06
Unsere Entscheidung, die Küste zu verlassen, hatte den Vorteil, dass wir dem Regen entkamen und uns NUR auf die plötzliche Herbstkühle umstellen mussten. Bei unserem Rückenwindtempo durch die Goldfields mit Bendigo als Zentrum fanden wir keine Nuggets (die Stollen sind bis zu 1500 m tief), waren dafür schnell in den frisch verschneiten Alpen mit dem Mount Kosciousko 2228 m als höchsten Gipfel. Auf dem Cross froren wir beim 1582 m hoch gelegenen "Dead Horse Gap" und wollten ruck zuck runter ins Warme. Eine Illusion, denn im Ort Jindabyne wärmte die Dusche nur kurz, bevor die Socken-kalte Nacht über uns und unser kleines Schneckenhaus herein brach.

Jetzt liegen wir in Cooma - nein nicht im Koma - fest, denn Christians abgebrochener Zahn rumorte und wollte dringend an die Luft gesetzt werden.



Goulburn: 17.04.06
Mit "Bild und Ton" ließen wir uns beeindrucken vom 1974 in Betrieb genommenen Wasserkraftwerk-System. Über 10 Jahre buddelten und schufteten Menschen verschiedener Nationalitäten an 16 Dämmen und 7 Power Stations, die durch Wasser-Tunnel miteinander verbunden sind. Viele blieben und trugen zum Multikulti-Australien bei.

In der Hauptstadt Canberra erwischte und erfrischte uns der erste Nachtfrost, das Herbstlaub strahlt im Sonnenlicht intensiv in seinen Farben. Wir besichtigten das imposante House of Parliament und das National Museum. Museen der Neuzeit sind keine Ruhestätten mehr, durch die man gemessenen Schrittes wandelt. Vielmehr wird der Besucher überall beschallt und dauernd zum Knöpfchendrücken aufgefordert. Das war uns bald zuviel des Guten.

Hier in Goulburn landeten wir im österlichen Oldtimer-Treffen, um unser Zelt herum lauter glänzende "Waltons"-Karossen.



Blue Mountains: 21.04.06
Wenn's dem Esel zu wohl wird... Kaum waren wir 2 Tage in angenehmen Mittzwanziger-Temperaturen am Tage ohne Nachtfrost, da bogen wir in die Blue Mountains ab, um auf 1000 m Höhe erneut zu frieren und klappernd die Aussicht zu genießen. Den Felstürmen "The Three Sisters" sagten wir HALLO und nahmen eine 180 Grad-Wende vor - zurück Richtung Ostküste.

Crowdy Bay: 4.05.06
Australien von seiner vielleicht schönsten Seite durften wir die letzten Tage erleben mit abwechselnd Fels- und Sandküste, blauen Lagunen und netten Küstenorten; traumhafte Zeltplätze mit Meeresrauschen als Einschlaflied und Kookaboora-Weckdienst. Nirgendwo sonst tummeln sich so viele Tiere: Pelikane, Känguruhs, Koalas, Adler, Dingos, Warane, schwarze Kakadus, Delfine...

Kingscliff: 15.05.06
Nur noch 100 km bis Brisbane und 6 Tage bis zum Abflug! Das Tempo haben wir stark gedrosselt, genießen die Küste, schauen den Surfern zu und besuchen einige Australier, die wir unterwegs kennen gelernt haben.

Brisbane: 19.05.06
Auf dem Highwaw stoppte plötzlich ein Auto vor uns. Der Fahrer stieg aus und fragte, ob wir Zeit für einen Smalltalk hätten. Während an uns die Trucks vorbei donnerten, sollten wir ALLES über die Hügel zwischen Sydney und Brisbane erzählen. Weil es doch etwas laut war, lud seine Frau uns zu sich nach Hause ein, wo wir über ausgebreiteten Karten einen sehr netten Abend mit Andrew und Robyn verbrachten. Andrew, good luck on your Cycle-tour to Sydney!!! Ein letztes Bad in der Brandung in Surfers Paradise bevor wir nochmal in die Berge strampelten, um uns vom Regenwald zu verabschieden. In Brisbane erwartet uns heute Abend Katie, die Tochter von Andrew und Robyn. Good Bye Australia! Es war sehr schön mit Dir!




NEUSEELAND...

Auckland: 2.12.03
In Auckland sind wir gut angekommen und starten Morgen mit den Bikes gen Süden. We stay with our friends Abby, Alex, Chris and Nick.

Gisbourne: 11.12.03
Nach 5 Tagen des Schmorens und Schmierens und 2 Tagen "erlebnispädagogischen Trainings" mit Hügeln, Gegenwind und viel Regen sind wir in Gisborne zum Trocknen.

Napier: 14.12.03
Dank erfolgreichen Trampens sind wir jetzt bereits in der schönen Stadt Napier. Dort besuchten wir die Basstölpel. Am Dienstag fliegen wir von hier aus auf die Südinsel (Blenheim).

Nelson: 23.12.03
In den Marlborough Sounds haben wir uns Seekajaks geliehen und zur Abwechslung mal etwas für die Arme getan. Jetzt sind wir in Nelson, der sonnigsten Stadt in Neuseeland. Hier kann man's gut aushalten.

Westport: 8.01.04
Yes, it is true: There are sandflies. Leergesaugt und ausgelaugt sind wir zurück von mehreren Wanderungen in der Wildnis. Statt Flusswasser gibt's endlich wieder Bier. Bei strömenden Schnürleregen sind wir heute an der Westküste in Westport angekommen (Km-Stand auf dem Fahrradtacho: 1700km)

Arthur´s Pass: 13.01.04
Vor ca. 15 min haben wir unser Expeditionsziel dieser Reise erreicht: mit unseren schwer beladenen Rädern haben wir den Arthur´s Pass auf der Westroute bezwungen. Der Schweiß läuft immer noch, dennoch haben wir nichts Besseres zu tun, als uns gleich wieder an so'ne blöde Kiste in dem wahrscheinlich höchst gelegenen Internetschuppen in ganz NZ zu hocken. Unterwegs gab' s den ersten Kea. Gleich suchen wir einen Zeltplatz und hoffen auf weiteren netten Besuch dieser spaßigen Bergpapageien.

Wanaka: 25.01.04
Nachdem das Bergland hinter uns lag, "flogen" wir durch die fruchtbaren Canterbury Plains. Der kleine Burke Pass eröffnete neue Perspektiven auf eine steppenartige Landschaft bis zum Lake Tekapo. Die riesigen Seen und Flüsse mit ihren klaren türkisfarbenen Wassern bilden einen starken Kontrast zu den gelben trockenen Grashängen. Im Hintergrund stehen die ewig Schnee bedeckten Berge. Im Mount Aspiring National Park waren wir nochmal 3 Tage zum Wandern und zum Blut spenden. Die Sandflies hießen uns herzlich willkommen. In Wanaka am Lake Wanaka ist es wunderschön und wir gönnen uns ein paar Tage "Urlaub".

Dunedin: 6.02.04
Ein hartnäckiges Tief brachte den Farmern den langersehnten Regen und uns eine ordentliche Abkühlung. Von Queenstown ging es zurück ans Meer. Entlang der einsamen Ostküste mit Robben- und Pinguinkolonien radelten wir nach Dunedin, der schottischsten Stadt außerhalb Schottlands und mit 115.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Neuseelands.

Timaru: 10.02.04
Auf Dunedins Halbinsel bekamen wir statt der Albatrosse Seelöwen und einen Seeelefanten zu sehen. Bis auf wenige Regentropfen blieben wir die letzten Tage trocken, brauchen jedoch wegen der Schweinekälte morgens bis zum Erreichen der Betriebstemperatur die Handschuhe. Odin bringt täglich ordentlich Wind, der uns mal voll ausbremst und mal ordentlich schiebt. Auf unserer Route nach Norden entlang der Ostküste überholen uns immer wieder Schaftransporter, die einen animalischen Gestank verbreiten und uns stark ins Schwanken bringen.

Christchurch: 17.02.04
Wir sind in Christchurch, der Stadt, in der ein Drittel der Südinselbewohner leben, also rund 300.000 Kiwis. Eine nette Familie hat uns eingeladen, die nächsten Tage bei ihnen zu wohnen. Auf dem Weg hierher sahen wir mal wieder Schafe - auf Weiden, von Farmern und Hunden manövriert, auf Trucks und auf einer Viehauktion, kurz vor ihrem Ende im Schlachthaus um die Ecke. Auf der Banks Peninsula gerieten wir mitten in das jährliche Harley Davidson Bikertreffen mit ca. 1000 Motorradfahrern. Nach einer lauten Nacht versuchte ein Sturm uns von der Strasse zu pusten.

Bay of Islands: 22.02.04
Mit unseren Freunden aus Auckland haben wir ein tolles Wochenende am Meer verbracht. Nun sind wir auf dem Weg zur Bay of Islands. Nach bereits 4000 Radel-Kilometern ohne eine einzige Reifenpanne ist das jetzt unser Abschieds-Fahrradtrip in Neuseeland. Am Freitag fliegen wir dann zurück nach Frankfurt und am Sonntag abend sind wir wieder im Allgäu in Freidorf.