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SÜDAFRIKA
Freidorf: 27.11.17
Es ist winterlich geworden und es hat bis ins Tal geschneit. Die ersten Schneeschuh-Touren am Fellhorn waren sehr schön, doch nun wird es wieder Zeit ...

Es ist 19 Jahre her, dass wir Südafrika mit dem Fahrrad bereisten. Nun wollen wir erneut dorthin, um mit einem Leihauto die Nationalparks im Landesinneren zu besuchen. Die Route haben wir wie immer nur grob geplant und außer zwei Übernachtungen in Kapstadt auch nichts Weiteres gebucht.

Kap der Guten Hoffnung: 3.12.17
In Kapstadt haben wir am Flughafen unser Mietauto entgegengenommen, einen fast neuen Mini-SUV von Renault. Er wird in Indien als Sparauto produziert und außerhalb Europas für 3.500 Euro! verkauft. Wir sind beeindruckt, denn er fährt sich mit seinen drei Zylindern und nur 1000 ccm gut und verbraucht sehr wenig.

Es kann also los gehen ... bei starkem Wind an das Kap der Guten Hoffnung, unserem ersten Ziel.

Simons Town: 4.12.17
Im Internet haben wir uns eine Wild Card besorgt, die uns währen der nächsten acht Wochen den Zugang zu ca. achtzig National und Regional Parks ermöglichen wird. Ein besonderes Erlebnis sind die Afrikanischen Pinguine, die direkt am Stadtstrand ihr Brutgebiet haben. Bei Wind und Wetter (fast 40 Grad) stehen sie herum und lassen sich von den Touristen aus nächster Nähe beobachten.
Und selbst gegen ein gemeinsames Bad im Meer haben sie nichts einzuwenden.

Kogelberg Biosphere Reserve: 6.12.17
Da wir dieses Mal nicht mit den Fahrrädern unterwegs sind, wollen wir möglichst immer in Parks oder auf Campingplätzen zelten und viel Wandern.

Einige lange Strandwanderungen haben wir schon hinter uns. Heute waren wir in den Bergen unterwegs. Ein einsamer Treck führte uns in ein Tal, das mit 1800 verschiedenen Arten weltweit die höchste Pflanzenvielfalt auf so einer kleinen Fläche haben soll.

Tsitzikamma Nationalpark: 15.12.17
Der Überfall erfolgte in den frühen Morgenstunden. Die Angreifer gehörten zum Stamm der Baboons. Ihre Beute waren Lebensmittel und Handys als Weihnachtsgeschenke für ihre Kleinen.

Selbst Frauen im Schlafanzug griffen zu den Gewehren, um die Paviane aus unserem Camp zu vertreiben.

Mountain Zebra Nationalpark: 19.12.17
Gleich in dem Baum über unserem Zelt bauten Webervögel fleißig ihre Nester.

Bei der Rundfahrt durch die baumlose trockene Landschaft sahen wir ganze Herden von Zebras und Antilopen. Auch Strauße leben hier in großer Anzahl.

Camdeboo National Park: 22.12.17
Während rund um Kapstadt eine hundertjährige Dürre herrscht, gibt es in anderen Landesteilen ausreichend Regen.

Dieser kommt manchmal sehr überraschend und stark, was den Erlebniswert beim Zelten durchaus steigert.

Karoo Nationalpark: 24.12.17
Die wüstenhafte Karoo ist dennoch reich an Tieren. Vor dem Verlassen des Autos wird überall gewarnt und der Campingplatz ist mit Elektrozaun gesichert.

Unsere Weihnachten erlebten wir recht skuril, denn es gab hier sogar einen Swimmingpool und ein Restaurant für das Weihnachts-Dinner.

Um das Zelt herum grasten riesige Schildkröten und selbst ein Nashorn konnten wir beobachten.

Addo Elephant Nationalpark: 26.12.17
Wir besuchten diesen Nationalpark nach unserem Abstecher in die Wüste Karoo ein zweites Mal. Es wurde der "Tag der Tiere"!

An dem größten Wasserloch im Park versammelten sich über 200 Elefanten.
Und zwischendurch versuchten einige Warzenschweine ebenfalls ans Wasser zu gelangen. Nur die Löwen hielten sich gut versteckt.

Oribi Gorge: 28.12.17
Wir haben das ehemalige Homeland Transkei durchquert und haben in dem Nature Reserve Oribi Gorge übernachtet. Es ist schwülwarm und regnerisch, so dass wir bis nördlich von Durban durchgefahren sind.

Die Vegetation wird immer tropischer. Auf den Farmen werden Zuckerrohr und Ananas angebaut. Überall begegnen uns neue Vogelstimmen, große bunte Schmetterlinge und weiterhin viele Affen.

Ithala Game Reserve: 2.01.18
Nashörner dösen neben der Straße, unsere ersten Giraffen knabbern an den Baumgipfeln und die Moskitos haben eine "Doppelqualifikation": Malaria plus Denghue.

Dieser abenteuerliche, wenig besuchte Nationalpark liegt an der Grenze zu Swaziland. Um zum Camp zu gelangen, sollten wir eine Piste nehmen, die eigentlich nur für Allrad-Fahrzeuge zugelassen war. Unser kleiner Renault Kwid meisterte auch diese Strapaze.

High Moor: 4.01.18
Wir haben die Drakensberge erreicht, eine Gebirgskette am Rande Lesothos. Bei einem Backpacker finden wir mal wieder einen traumhaft schönen Zeltplatz und wir sind die einzigen Gäste.

Von hier führte eine Straße bis auf das Plateau in eine schier endlose, menschenleere Hochebene. Auf der Wanderung zur Carracal Cave sehen wir seltsame Vögel mit so langen Schwanzfedern, dass sie kaum fliegen können.

Monk´s Cowl: 5.01.18
Hoch über dem Tal liegt der 3400m hohe Gipfel mit der Form einer Mönchskutte. Auf einer Tageswanderung erkunden wir diese fantastische Landschaft. Bei über dreißig Grad freuen wir uns über die schattigen Waldabschnitte und kristallklare Gebirgsbäche, deren Wasser man hier noch bedenkenlos trinken kann.

Einige Kilometer außerhalb des Park waschen die Bewohner ihre Autos und die Wäsche im Fluss.

Cathedrale Peak: 7.01.18
Laut Reiseführer sollte das Camp eines der schönsten Südafrikas sein. Doch es war geschlossen.

Wir durften ausnahmweise neben dem Hotelpool unser Zelt aufschlagen und so bekamen wir tatsächlich doch noch einen wunderschönen Platz.

Auf dem Wanderweg ins Rainbow-Valley wartete die nächste Überraschung. Eine Bande von Wegelagerern blockierte den Weg.

Mokala Nationalpark: 11.01.18
Auch in diesem Park treffen wir überall auf Wildtiere. Selbst nachts halten uns die Kaugeräusche einer Elenantilope wach, die ausgerechnet drei Meter neben dem Zelt grasen muss.

In der Ferne tobt ein kräftiges Gewitter. Am nächsten Morgen sind einige der Lehmpisten unpassierbar und wir kommen nur mit viel Schwung aus dem Schlamm-Schlamassel wieder raus.

Augribies Falls: 13.01.18
Wir sind seit einigen Tagen in der Kalahari unterwegs, einer trockenen heißen Steinwüste. Entlang der schnurgeraden Straße verlaufen die Stromleitungen mit riesigen Vogelnestern auf den Masten

Der Orange River, größter Fluss Südafrikas bringt auf einem schmalen Streifen Leben in die Ödnis und ermöglicht Weinanbau. Der Farmer, bei dem wir zelten, hat sich sogar eine private Ruder- und Kanuregattabahn auf seinem Anwesen errichtet.

Paternosta: 18.01.18
Es ist schön, nach den endlosen Steppen des Nordens wieder am Meer zu sein. Es gibt an der Westküste einige nette kleine Fischerdörfer.

Und gleich daneben beginnen wieder kilometerlange menschenleere Strände.

Kapstadt: 22.01.18
Unsere Südafrika-Rundreise endet wieder in Kapstadt, am Fuße des berühmten, meist wolkenverhangenen Tafelberges. Die Wasserknappheit hat sich weiter verschärft und wenn kein nennenswerter Regen kommt, dann gibt es ab April kein Leitungswasser mehr.

Wir haben viel Schönes gesehen und erlebt. Die krasse Armut hat sicher stark abgenommen, aber Arbeitslosigkeit, Frustration, Umweltverschmuzung und Korruption sind immer noch große Probleme im Land.