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Unterm kubanischen Messer
Wir hatten bereits ein privat vermietetes Quartier bezogen und Dank des
englisch sprechenden Besitzers war die Verständigung fast perfekt. “Der
Bart muss ab“, sagte Christian. Wegen der Aidsgefahr sollte es auf
keinen Fall eine nasse Messerrasur sein. Klar, in Kuba kennt man einen,
der einen kennt ... kein Problem, wird organisiert. Wenig später betrat ein
junger Kubaner den Innenhof, in der Hand sein Rasiermesser. Ein Entrinnen
war unmöglich. Also, rauf auf den Stuhl. Schnell wurde das Wachstischtuch
zum Umhang umfunktioniert, das Messer gewetzt. Der junge Barbier legte
vorsichtig das Messer an die Kehle und legte los. Wegen der früh einsetzenden
Dunkelheit wurde die Operation im Funzellichte fortgesetzt, währenddessen
Rasierter und Rasierer gleichermaßen vor Anstrengung und Anspannung
schwitzten. Danke: Kein Schnitt, kein Blut, nur erleichterte grinsende
Gesichter und der Bart war ab! |