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Versicherungen

"... und wenn uns hier etwas passiert?"

Wenn man den Job gekündigt hat oder für längere Zeit unbezahlten Urlaub nimmt, fallen die gesetzlichen Sozialversicherungszahlungen durch den Arbeitgeber natürlich weg. Notwendig bleiben dann folgende Versicherungen:

1. Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (Pflichtversicherung!)

2. evtl. private Auslandsreise-Krankenversicherung

3. private Haftpflichtversicherung(en)

... mehr braucht man nicht unbedingt!

Tipps


1. Kranken-/Pflegeversicherung: Wenn Du in Deutschland lebst, musst Du bei einer Gesetzlichen oder Privaten Krankenversicherung versichert sein.

Für Aussteiger mit geringem Einkommen ist die Gesetzliche Krankenversicherung sehr günstig. Bei sogenannten Midijobs ist man z.B. bei 500 Euro/Monat schon für ca. 31 Euro komplett kranken- und pflegeversichert, denn in der sogenannten Gleitzone sind die Arbeitnehmerbeiträge besonders gering.

Aber auch wenn man nirgendwo mehr fest angestellt ist, bezahlt man für die "freiwillige" Gesetzliche Kranken-/ Pflegeversicherung nur ca. 160 Euro/Monat, solange das monatliches Einkommen (Zinseinkünfte, Mieteinnahmen, gelegentliche nebenberufliche Tätigkeiten, ...) weniger als 890 Euro beträgt. Und generell können Ehepartner (und Kinder) ohne Zusatzkosten mitversichert werden (Familienversicherung), wenn diese ein monatliches Einkommen unter 395 Euro oder lediglich einen 450 Euro-Job haben.

Bei der Privaten Krankenversicherung sind die Beiträge einkommensunabhängig und richten sich individuell nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und den vereinbarten Leistungen. Ein Wechsel von der Privaten zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich!




2. Auslands-Krankenversicherung: Bei Reisen innerhalb Europas bist Du in den meisten Ländern über die Gesetzliche Krankenversicherung abgesichert. Für Reisen außerhalb Europas brauchst jedoch Du eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Diese gibt es schon ab ca. 10 Euro/Jahr für Kurzreisen bis zu 6 - 8 Wochen.

Bei längeren Reisen richten sich die Beiträge meist nach Alter, Reiseziel und -dauer. Unterschiedliche Vergleichsportale (z.B. reiseversicherung.com) ermöglichen einen guten Überblick über Kosten und Leistungen.

Wir haben uns immer wieder für die Württembergische entschieden. Dort werden keine Selbstbeteiligungen (bei Allianz, ADAC: 50€ pro Versicherungsfall) und Zuschläge für Reisen nach USA/Kanada verlangt. Kosten für notwendige Behandlungen und Medikamente wurden uns immer schnell und problemlos erstattet.


Kosten für Auslandskrankenversicherungen bei unterschiedlicher Reisedauer       (Stand 2014)
am Beispiel USA-Reise in Euro pro Person (bis 60 Jahre / über  60Jahre)
Versicherung 3 Monate 6 Monate 12 Monate 24 Monate Bemerkung
Württembergische 62 / 124 183 / 365 608 / 1216 1865 / 3731 keine Selbstbeteiligung

 

Bist Du mehrere Monate unterwegs, kannst Du dafür die Gesetzliche Versicherung auf eine Anwartschaft umstellen oder kündigen und in der Zeit deren Beiträge sparen. Wenn Du wieder in Deutschland bist, muss Dich die Gesetzliche Krankenversicherung wieder aufnehmen. Informiere Dich bei Deiner Krankenkasse über die genauen Bedingungen!




3. Reiserücktrittsversicherung: Wenn man viel verreist, kann es sinnvoll sein, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Denn manchmal kann es trotz sorgfältiger Vorbereitungen vorkommen, dass eine Reise nicht angetreten werden kann, beispielsweise auf Grund von Krankheit. Dann verliert man oft seine Anzahlungen, was ein ganz schönes Loch in das Budget reißen kann. Wenn man keine Versicherung abgeschlossen hat und dann eine Reise nicht antreten kann, bekommt man, wenn überhaupt, nur einen geringen Anteil seines Geldes zurück. Doch auch hier gilt es, Versicherungen zu vergleichen, um ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu haben. Dabei können Onlineportale eine große Hilfe sein wie zum Beispiel vit24. Dort bekommt man einen guten Überblick über die verschiedenen Angebote.




4. Rentenversicherung:  Falls Du weiterhin in Deutschland arbeitest, sind Arbeitseinkommen bis zu 450 Euro monatlich bzw. 5400 Euro jährlich in der Regel rentenversicherungsfrei. Es gibt aber beim Thema Rente einiges zu beachten wie z.B. Mindestversicherungszeiten, Rentenpflicht bei Selbstständigen und Freiberuflern. Informiere Dich sorgfältig über die für Dich geltenden Bestimmungen. Eine kostenlose Beratung erhältst Du bei der nächsten Rentenberatungsstelle oder unter der Servicenummer 0800 1000 4800.




5. Andere Versicherungen: Überlege genau, welche Versicherungen Du wirklich brauchst, um einen finanziellen Ruin zu vermeiden (Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung). Die meisten anderen kann man in vielen Fällen kündigen und bei den verbleibenden nach preiswerteren Versicherungen suchen. Versicherungsverkäufer können einem zwar alle möglichen Schadensereignisse ausmalen, aber wie wahrscheinlich ist es denn, dass sie eintreten? Meistens zahlt man jahrelang, ohne dass etwas Existenzgefährdendes passiert. Geht dann doch einmal eine "Glasscheibe zu Bruch", kann man diese auch locker aus den eingesparten Versicherungsbeiträgen selbst zahlen.




6. Ausland: Wenn Du dauerhaft als Auswanderer ins Ausland gehst, musst Du damit rechnen, das es dort ganz andere Versicherungssysteme gibt. Zahlreiche länderspezifische Bücher oder Foren geben die notwendigen Infos.

Ratgeber Aussteigen Sabbatical

Hunde, verschwindet!
Wenn Gabi unterwegs auf streunende Hunde stößt, stellen sich oft die Nackenhaare auf - bei Gabi wohlgemerkt. Mit energischen Anschreien hat sie bisher noch jeden kläffenden Hund eingeschüchtert und vertrieben, auch wenn sie danach heiser war.

Manchem auf der Straße liegenden, friedlich schlummerndem Hund hat sie auf diese Weise schon Unrecht getan.

Bei diesem riesigen Stier in Neuseeland hat sie auf das Anschreien allerdings verzichtet und lieber einen Umweg über die Wiese gemacht.