Reisen
Unterkapitel:  Fallstricke

„Viele verbinden den Begriff Aussteigen mit Reisen"

Endlich genug Zeit, um all diese schönen, spannenden Dinge auf unserer Erde zu sehen und erleben. Wir wollen und können keine Reiseführer ersetzen, aber Dir ein paar nützliche Tipps geben.  


Tipps

1. Reiseziel: Berücksichtige immer die  Einreisebestimmungen, die aktuelle Sicherheitslage (s. www.auswaertigesamt.de ), die klimatischen Verhältnisse, die Lebenshaltungskosten, die Infrastruktur (Verkehrsmittel, Unterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten), kulturelle Besonderheiten, gesundheitliche Aspekte und Deine Sprachkenntnisse. Das schönste Reiseziel kann zur Hölle werden, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist und nur Bahnhof versteht (s. >Fallstricke).

2. Reiseplanung: Einen ersten Überblick liefert am besten erst einmal ein Reiseführer. Gute Erfahrung machten wir mit Reiseführern aus dem Reise Know-How-Verlag und den Reiseführern Natur aus dem BLV Verlag. Im Internet kannst Du in Reiseforen (z.B. im Weltreiseforum) von anderen Reisenden auch sehr spezielle Informationen und Tipps zu Deinem Reiseziel erhalten. Gute Landkarten sind sehr hilfreich. Bei größeren Reisegebieten kaufe lieber einen Kartenatlas statt vieler teurer Einzelkarten. Bei einem Maßstab bis ca. 1:300.000 sind dann schon kleinere Straßen und oft sogar wichtige Wanderwege eingezeichnet. Nimm Dir beim Reisen ausreichend Zeit und bleibe flexibel! Denn auch beim Reisen gilt: weniger ist mehr! Manchen Super-Tipp bekommt man erst vor Ort. Langsames Reisen schont die Nerven und den Geldbeutel. Du bist viel entspannter, siehst mehr und bekommst leichter Kontakt zu Einheimischen. Die intensivsten Erlebnisse hatten wir, wenn wir ein paar Tage an einem Ort waren und dort Menschen aus dem Land näher kennen gelernt haben. Manche dieser Begegnungen haben sich zu Freundschaften entwickelt. 

3. Reisegeld: Geld in der Auslandswährung besorgt man sich oft besser erst im Reiseland, jedoch nicht am Flughafen. Frage in verschiedenen Banken nach dem Wechselkurs und den Wechselgebühren. Am besten Du fragst sogar ganz konkret, wie viel Du z.B. für 1000 Euro bekommst. Die Differenzen betragen manchmal bis zu 10%. Statt Bargeld oder Reisechecks einzutauschen, kannst Du in den meisten Gegenden auch einfach Deine Kredit-Karten einsetzen und an einem Geldautomaten (möglichst bei einer Bank während der Öffnungszeiten) Geld abheben. Dafür solltest Du jedoch eine Kreditkarte verwenden, bei der Bargeldabhebungen am Bankautomaten weltweit kostenlos sind (s. Kapitel >Geld sparen). Sonst werden nämlich saftige Gebühren berechnet. Man kann natürlich auch direkt mit der Karte zahlen, aber auch dann können zusätzliche Gebühren anfallen.

4. Kontakte: Um Kontakt zu Familie und Freunden zu halten, sind lokale Telefonkarten und natürlich das Internet geeignet.  Internetzugang kriegt man fast überall; nicht nur in Internet-Cafes, sondern oft viel preiswerter in Büchereien, Behörden oder Informationsbüros. Um auch fern der Heimat die aktuelle Nachrichtenlage zu erfahren, nutzen wir www.tagesschau.de. Dort gibt es nicht nur die wichtigsten Kurzmeldungen, sondern auch die Möglichkeit, sich ganze Tagesschau-Sendungen anzuschauen. Wenn Du außer Englisch zumindest die wichtigsten Redewendungen in der Landessprache beherrschst, wirst Du viel leichter Kontakt bekommen und große Freundlichkeit erleben. Sehr hilfreich sind auch "Bild-Wörterbücher" mit Fotos aus allen Lebensbereichen (z.B. Point It), um sich auch ohne Sprachkenntnisse verständlich zu machen. Der Rest geht mit Geduld und Lächeln, mit Händen und Füßen.

 

Kurzgeschichte


Da gibts bestimmt etwas zu futtern!

Kängurus kennen keine Zelte
In den National Parks Australiens gibt es einfache Camps. Die Wildtiere sind hier an die Anwesenheit der Menschen gewöhnt und weniger scheu. Kängurus lungern dösend auf der Campingwiese. Ihre Kinder, die Joeys, krabbeln in Mutters Beutel hinein und hinaus und hüpfen munter herum. Morgens im Zelt liegend hören wir das typische DONG-DONG-DONG springender Kängurus. Plötzlich bebt unser kleines Zelt. Ein Känguru stolperte über die Zeltleine. Das zweite hinterher: noch ein Beben. Ist doch völlig klar, die Kängurus kennen nur Wohnmobile und keine solche exotischen Übernachtungstextilien.