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Finanzierung

"Aussteigen ist nicht nur eine Frage des Geldes ..."

Auch ohne große Besitztümer und Ersparnisse zählen die meisten von uns zu den Reichen dieser Erde, verglichen mit den Menschen in vielen anderen Ländern. Wer schon in sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenländern unterwegs war und die dortigen Lebensverhältnisse erlebt hat, weiß, wie viel Geld 100 Euro sein können. Auch bei uns in Europa können wir mit relativ wenig Geld zufrieden leben, wenn wir es schaffen, uns dem "Konsumzwang" zu entziehen und unseren relativ hohen Lebensstandard einzuschränken.

Tipps


1. Kassensturz: Wie viel Geld hast Du für Deinen Ausstieg zur Verfügung? (sofort oder später durch Ersparnisse, Auszahlungen von Lebensversicherungen, Verkäufe, Renten, etc.) Zahlt Deine Firma Dein Gehalt während eines Sabbaticals weiter oder eine Abfindung, wenn Du kündigst? Wie sind die Bedingungen bei Altersteilzeit?




2. Geldbedarf: Manche Aussteiger leben von nur 300 Euro/Monat (pro Person) und sind glücklich und zufrieden. Wer jedoch höhere Komfort-Ansprüche hat, auf bestimmte Konsumgewohnheiten und Absicherungen nicht verzichten will oder langfristige Zahlungsverpflichtungen hat, wird ein deutlich größeres Budget einplanen müssen.

Wie viel Geld brauchst Du also wirklich zum Leben bzw. für Dein geplantes Vorhaben? Um einen realistischen Überblick über Deinen monatlichen Geldbedarf zu bekommen, empfehlen wir, über einen längeren Zeitraum alle laufenden Ausgaben getrennt nach Kostenart (z.B. Lebensmittel, Kleidung, Freizeit, Versicherungen, Auto, Wohnen, Sonstiges) aufzuschreiben. Bedenke auch, für welche Dinge Du nach Deinem Einstieg in den neuen Lebensabschnitt kein Geld mehr ausgeben wirst (teures Auto, modische Klamotten, Kosmetika, ... )

Was kannst Du zukünftig einsparen und welche größeren Sonderausgaben (z.B. Wohnmobil, Flug) kommen auf Dich zu? Eine Reduzierung der Lebenshaltungskosten um mehr als 50% ist in vielen Bereichen ohne weiteres möglich!




3. Verkäufe: Überlege mal, welche materiellen Dinge Du besitzt, welche Du davon wirklich benutzt und welche, ganz nüchtern betrachtet, Ballast darstellen. Ein Blick in Garage, Keller und Kleiderschrank gibt schnell eine Antwort. Wie oft schon haben wir Geld ausgegeben für Dinge, die wir nicht brauchen, eventuell sogar um Menschen zu beeindrucken, die uns nichts bedeuten? Mehr Lebensqualität durch weniger Besitz?! Einiges kannst Du bestimmt verkaufen oder verschenken.




4. Finanzierungsplanung: Wer nicht bis 67 arbeiten möchte, für längere Zeit aussteigen oder auswandern will, muss frühzeitig den notwendigen Geldbedarf abschätzen! Für einen erfolgreichen Ausstieg brauchst Du einen realistischen Plan für die Finanzierung! Wir haben hierfür ein PC-Programm erstellt, welches Anfangskapital, voraussichtliche Einnahmen und Ausgaben, Teuerungsrate und Zinsen berücksichtigt. Mit diesem Programm kann man schnell und einfach verschiedene Situationen (z.B. Alter, Startkapital, Einkommen, Erbschaft, Abfindung, Betriebs-/Rente, ...) durchspielen und sofort sehen, wie sich die Ersparnisse von Jahr zu Jahr entwickeln und wie lange sie jeweils im besten oder schlechtesten Fall reichen. Wir benutzen dieses Programm ständig selbst, um den finanziellen Überblick über die kommenden Jahre zu behalten. Dieses hilfreiche Berechnungsprogramm kannst Du gerne gegen eine kleine Spende für Greenpeace bzw. SOS-Kinderdorf von uns bekommen.




5. Einnahmen: Wenn Erspartes und die Zinseinkünfte nicht ausreichen, bringen gelegentliche Jobs nicht nur zusätzliches Geld aufs Konto. Es gibt viele interessante Tätigkeiten, die Spaß machen und bei denen man auch ordentlich dazulernen kann. Wenn wir in Deutschland sind, verdienen wir uns manchmal etwas Geld mit Nachhilfeunterricht, mit Lichtbildvorträgen, als Outdoor-Trainer, Skilehrer und Tourenführer. Als Auszeit von der Auszeit sind diese Jobs für uns eine willkommene Abwechslung.

"Gelegenheitsjob und Saisonarbeit" klingt für viele in Deutschland nach minderwertiger Arbeit, für andere ist das der Schlüssel für große Flexibilität und mehr Freizeit. Auswanderer haben in vielen Länder die Möglichkeit, eine Arbeitsstelle anzunehmen. Die Internetseiten der jeweiligen Botschaft geben Auskunft über die jeweiligen Voraussetzungen für eine Einwanderung und eine Arbeitserlaubnis.




6. Steuern: Als Aussteiger und Geringverdiener zahlst Du keine Einkommensteuer mehr, wenn Deine gesamten steuerpflichtigen Einkünfte innerhalb des Grundfreibetrages (8.472 Euro/Jahr pro Steuerpflichtigem) liegen. Für die Zinsen Deiner Ersparnisse werden sogenannte Kapitalertragssteuern fällig, die deutsche Banken automatisch abführen. Bis zu einer Grenze von 801 Euro bzw. 1602 Euro für Verheiratete kann man sich bei den Banken mit Freistellungsaufträgen von dieser Steuer befreien lassen. Liegen Deine Zinseinnahmen über diesen Grenzen, kannst Du Dir die abgeführten Kapitalertragssteuern trotzdem vom Finanzamt zurückholen. Wenn Du beispielsweise in letzten Jahr 2000 Euro Zinseinnahmen hattest und weitere 5000 Euro verdient hast, liegst Du unter der Freibetragsgrenze und erhältst über eine Einkommenssteuer-Erklärung alle gezahlten Einkommenssteuern - also auch die gezahlten Kapitalertragssteuern - vom Finanzamt zurück. Dazu musst Du natürlich etwas Papierkram leisten und die Zinsbescheinigungen der Banken und andere Einkommensnachweise einreichen.


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